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Mark Medlock "Cloud Dancer"

Archivmeldung vom 19.07.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.07.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak
Mark Medlock "Cloud Dancer"
Mark Medlock "Cloud Dancer"

Den Titel für den beklopptesten Albumtitel hat Mark Medlock auf jeden Fall jetzt schon gewonnen, schliesslich denkt man bei "Cloud Dancer" wohl eher an eine Eso-CD mit grummelnden Mönchen und auf Karibuflöten pfeifende Eskimos.

Es dürfte wohl eine der schwierigsten Aufgaben sein, ohne Vorbehalte über ein von Dieter Bohlen produziertes Album zu schreiben, wenn der Produzent -milde ausgedrückt- sowohl musikalisch als auch menschlich nicht zu den persönlichen Favoriten gehört. Aber: Man wächst ja mit seinen Aufgaben...

Nachdem diverse Mittel zur medizinischen Erstversorgung bereitgestellt sind, geht es also los: Press Play !

Los gehts mit Titel 1 (Summer Love): Da kommt genau das, was jeder wohl erwartet hat. Das typische, dünn angerührte Bohlen-Pop-Süppchen; an Belanglosigkeit wirklich kaum noch zu übertreffen.

Nächster Track (Heaven is for everyone): Hoppla, was ist denn nun kaputt ? Ein Pressfehler oder so ? Da kommt ja richtige Musik !!!!

Unüberhörbar hat sich "der Dietä" wohl der musikalischen Präferenzen seines Schützlings angenommen. Medlock ist ja, nach eigenen Aussagen, ein großer Motown & Marvin Gaye Fan. Sicher: Das passt natürlich prima zum momentanen Trend und im Kielwasser einer Amy Winehouse, Duffy etc. ist natürlich leicht fahren, aber sei's drum... Auch hier finden wir , zumindest in Ansätzen, den angesagten Retro-Sound.

Na, da darf man gespannt sein wie es weitergeht: Titel 3, 4, 5... das Niveau hält... wirklich gut hörbarer Soul Pop, mal bluesig, mal funky.

Mensch Dieter, es geht doch ( oder warst Du das gar nicht und hast die Produktion abgegeben?) !!

Gut, zugegebenermaßen hört man an einigen Stellen den Bohlen schon noch durch, aber das eckt nicht allzusehr an. Leider kommt aber alles etwas zu glatt gebügelt, gefeilt und verchromt an, so dass das typisch Raue dieser Musikrichtung etwas der allzu reinen Produktion zum Opfer fällt. Manchmal kommt es schon ein bisschen dick, besonders der Gospelchor schiebt das Ganze fast ein wenig in die Richtung "überproduziert". Geschmackssache...

Gesanglich gibt es eigentlich überhaupt nichts zu kritteln. Medlock ist ein großartiger Sänger mit einer einzigartigen Stimme, der seinem Idol sehr nahe kommt. Manchmal fragt man sich, ob er nicht noch mehr bringen könnte, da man hier und da das Gefühl hat, dass er nur im ersten Gang fährt.

Unterm Strich....

(Ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe !!!!)

Ja, doch...warum nicht. Abgesehen vom Ausrutscher Titel 1 eine recht runde Sache. Zwar keine musikalische Offenbarung, aber hörbar und (gottseidank) fernab von Modern Talking, Blue System, Alexander Klaws......- Gedöns. Hat auf jeden Fall eine Chance verdient.


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