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Gabriella Cilmi "Lessons to be learned"

Archivmeldung vom 04.10.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak
Gabriella Cilmi "Lessons to be learned"
Gabriella Cilmi "Lessons to be learned"

Nein, es ist kein x-tes Retro-Pop Album á la Amy Winehouse, auch wenn "Nothing sweet about me" den Anschein erweckt. Das Fräuleinwunder from Down-Under lädt ein zur Zeitreise in die Siebziger, mit allem was dieses Jahzehnt musikalisch zu bieten hatte.

Die Regale des Musikfachhandels stehen mittlerweile voll mit CD's meist eher junger, hauptsächlich weiblicher Künstler, bei denen versucht wird, trotz hochwertiger digitaler Studiotechnik, das Ganze nach 4-Spur Recorder mit Dampfmikro klingen zu lassen. 

Auch die allseits bekannte Singleauskopplung "Nothing sweet about me" der 17-jährigen Australierin drängt den Schluss auf, dass es sich hier um ein Elborat gleichen KAlibers handeln könnte. Das trifft, wenn auch nur teilweise, zu, denn, "Lessons to be learned" bietet weit mehr als den trendigen White-Soul.

Hier kann man getrost das Wort "White" streichen, denn wenn Cilmi Soul singt, ist das doch schon sehr schwarz. Schon beim Opener " Save the lies" ist echter Soul-Funk angesagt, wenn auch soundtechnisch im zeitgemässen Gewand.

Eine echte Vorliebe zum Blues zeigt sich in Stücken wie "Don't wanna go to bed now" oder "Awkward Game". Absolut hörenswert, da gekonnt interpretiert.

Aber nicht nur schwarze Musikstile sind vertreten, "Messy" geht stark in die Richtung New Wave, "Terrifying" erinnert beinahe ein wenig an alte Glam-Rock Zeiten.

Ganz anders kommt es zum Schluss: "Echo Beach" päsentiert sich als Gitarren Pop im 80'er Jahre Gewand.

Beeindruckend ist in jedem Fall die Wandlungsfähigkeit von Cilmi's Stimme. Oft, aber das mag ein subjektiver Eindruck sein, scheint man eine gewisse Bewunderung für Anastacia herauszuhören, wenn sie das schneidende im Timbre ihrer Stimme hervorholt. Angsichts ihrer Jugend ist die auf "Lessons to be learned" dargebrachte Leistung mehr als anerkennenswert.

Die Produktion ist, von zeitgeistigen Retro-Sound, der dann und wann zu hören ist, abgesehen,gelungen und durchdacht, so dass das Album eine wirklich runde Sache geworden ist. Gabriella Cilmi klingt immer locker und nie bemüht. Einziger Kritikpunkt ist eigentlich- und dummerweise- genau das , was das Album eigentlich interessant macht, nämlich das relativ breit gestreute Spektrum der Stile. Entspechenden Sarkasmus vorausgesetzt, könnte man fragen, wo Cilmi musikalisch überhaupt hin will.

Unterm Strich...

Wie schon gesagt: Locker vom Hocker ist hier angesagt. "Lessons to be learned" ist Unterhaltung pur ohne wasserköpfigen musikalischen Anspruch, daher zum zwischendurch Hören absolut zu empfehlen. 

Liebhabern seien besonders die bluesigeren Stücke empfohlen, da man erstens Musik dieser Richtung kaum noch zu hören bekommt und sie zweitens wirklich gelungen sind,

 

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