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CD Rezension Stefanie Heinzmann „Masterplan“

Archivmeldung vom 15.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak
CD-Cover "Masterplan"
CD-Cover "Masterplan"

„Do your thing“ singt die zierliche Schweizerin in einem der Titel ihres Erstlings… und genauso frisch und unprätentiös kommt das ganze Album daher.

Stefanie Heinzmann ist das exakte Gegenteil sämtlicher Casting-Show-Kandidaten der Republik. Sie ist keine Diva, versucht sich nicht durch Designerklamotten aufzuwerten und -der Hauptunterschied- sie hat Stimme und weiß damit umzugehen.

Entdeckt wurde sie in Stefan Raabs Castingshow „SSDSDSSWEMUGABRTLADund sorgte dort mit ihrer souligen Stimme für hängende Unterkiefer. Man mag einfach nicht glauben, dass aus dieser zierlichen Person eine derart gewaltige Stimme kommen kann. Bisher kannte man solchen Gesang wohl eher von farbigen Künstlerinnen, die vor allem mindestens das dreifache an Gewicht auf die Waage brachten.

Produziert wurde „Masterplan“ von dem schwedischen Produzententrio Gustav Jonsson, Tommy Tysper und Marcus Sepehrmanesh, die mit sehr viel Einfühlungsvermögen ein solides Gerüst um Heinzmanns Stimme legten. Da peitschen die Bläser und knurrt das Rhodes-Piano, dass es nur noch eine reine Freude ist. Auf technischen Firlefanz wurde komplett verzichtet-Musik in Ihrer reinsten Form. Zwar ist die Stilrichtung stark an den Soul/Funk der 70’er angelehnt, doch unterscheidet sich das Album recht stark von Heinzmanns Komkurrentinnen wie Amy Weinkeller äh…Winehouse oder Duffy. Während das, was von der Insel kommt“ eher in Richtung Lounge geht, geht „Masterplan“ mit Vollgas nach vorne.

Das Album enthält durchwegs Up-Tempo-Stücke mit der Ausnahme von „Painfully Easy“, einer ebenfalls herrlich altmodischen Ballade, bei der Stefanie Heinzmann zeigen kann, welche Nuancen noch in Ihrer Stimme stecken. Eines der Aushängeschilder der CD ist „Only so much oil in the ground“, bei dem sie von den Funk-Göttern von Tower of Power unterstützt wird. Das Ergebnis ist schlicht und ergreifend zum Niederknien.

Einziger Schwachpunkt des Albums (wenn es überhaupt einen gibt) ist das als Single ausgekoppelte „My man is a mean man“, das wohl aufgrund seines Pop-Rock-Charakters im Vergleich zum Rest der CD etwas abfällt.

Fazit:

Für Funk/Soul-Liebhaber und Fans echter Grooves ein absolutes „Must-Have“. Denjenigen, die glauben, daß das ,was bei DSDS geboten wird, irgendwas mit Soul zu tun hat, sei jedoch gesagt: Finger weg. Hier findet man keinen parfümierten, hochglanzpolierten „Quasi Soul“, hier wird geschwitzt….


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