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Gefährliches Silvester: Alkohol, Böller und Unachtsamkeit

Archivmeldung vom 31.12.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Marco Barnebeck / PIXELIO
Bild: Marco Barnebeck / PIXELIO

Ausgebrannte Partyräume, schwer verletzte Gäste und tragisches Ende ausgelassener Feten: Beim Jahreswechsel kommt es erfahrungsgemäß zu zahllosen Zwischenfällen bei Silvesterfeiern. "Gefährlich ist die Kombination von Alkohol, Feuerwerkskörpern und Unachtsamkeit", warnt Dr. h. c. Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Er appelliert an alle Organisatoren und Gäste von Feiern, durch umsichtiges Verhalten Unfälle zu vermeiden. "Denken Sie bereits beim Schmücken der Räume an das Freihalten der Fluchtwege und schwer entflammbare Dekoration", rät der Experte. Beim Jahreswechsel kommt es vor allem in engen Partykellern, voll gestellten Gartenlauben oder normalerweise anderweitig genutzten Hallen zu zahlreichen Bränden durch leicht entflammbare Dekorationsartikel. Zudem verzeichneten die Rettungsdienste viele Einsätze durch in der Enge gezündetes Tischfeuerwerk oder Knallkörper, die in Personengruppen explodieren.

"Ausgelassenheit durch Alkoholkonsum fördert die Unachtsamkeit - schnell werden dann Wunderkerzen im trockenen Weihnachtsbaum entzündet oder Heizstrahler mit Jacken bedeckt", erklärt der Experte. Kombiniert mit der Enge und fehlenden Fluchtwegen in Privaträumen, die nicht für große Feiern ausgelegt sind, kann dies auch zur Panik im Brandfall führen.

Auch im Straßenraum lauern laut Ackermann Gefahren für Feiernde: "Viele Unfälle entstehen beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern - vor allem, wenn diese auf der Straße gezündet werden." Der DFV-Vizepräsident bittet Autofahrer wie Fußgänger um erhöhte Aufmerksamkeit in der Silvesternacht.

Silvester: So schützen Sie Ihren Balkon vor Böllern

Auf Balkon oder Terrasse sammeln sich im Winter oft viele Dinge an: Gartenmöbel, Sonnenschirm, leere Kisten oder Zeitungsstapel. Man plant, sie beim Frühjahrsputz zu entsorgen oder im Sommer wieder in den Garten zu stellen - doch vor allem an Silvester ist dieses Gerümpel gefährlich. "Wenn Balkon oder Terrasse voll gestellt sind, erhöht sich damit die Brandlast ungemein", warnt Dr. h.c. Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

"Vor allem leicht entzündliche Materialien wie Papier oder der ausgetrocknete Weihnachtsbaum sollten in der Silvesternacht nicht draußen gelagert werden. Sie könnten durch einen fehlgeleiteten - oder gar gezielt abgeschossenen - Böller in Brand gesetzt werden", erklärt Ackermann. Ein solcherart angefachtes Feuer kann sich unter Umständen auch in die Wohnung ausbreiten.

Daher rät der DFV-Experte, die Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren zu schützen: "Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbaren Gegenstände von Balkonen, Terrassen und aus Hauseingängen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen." Wenn der Balkon doch brennt, sollte man nur dann versuchen, das Feuer zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten gilt: Türen schließen und mit allen Personen die Wohnung verlassen. "Alarmieren Sie auf jeden Fall die Feuerwehr über den kostenfreien Notruf 112!", appelliert Ackermann.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)

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