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Deutschland und Glücksspielgesetze

Archivmeldung vom 11.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gesetz (Symbolbild)
Gesetz (Symbolbild)

Bild von Fathromi Ramdlon auf Pixabay

In kaum einem Land gibt es so viel Diskussionspotential wie hier in Deutschland. Wenn die Gesetzgeber der Bundesländer eines nicht können, dann Einigkeit walten lassen.

Das betrifft die Online Casino Branche nun schon seit vielen Jahren. Während Schleswig-Holstein bereits seit geraumer Zeit den Alleingang probt und diverse Unternehmen lizenziert hat, spricht sich beispielsweise NRW komplett gegen Online Casinos aus und will alles daransetzen, diese künftig generell zu verbieten. Wie berichtet, werden rund zwei Milliarden Euro Umsatz pro Jahr in Online Casinos erwirtschaftet – und das allein durch deutsche Spieler. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Statt sich also ein Stück vom Kuchen abzuschneiden, üben sich nach wie vor die meisten Bundesländer im Protest gegen die Branche. Eine Regulierung der Online Casinos ist wohl auch 2020 noch nicht zu erwarten, wohingegen Online Buchmacher deutlich bessere Karten haben. Die fehlende Regulierung sorgt für viele Probleme, denn von den mehr als 700 Glücksspielanbietern, die heute in Europa aktiv sind, dürften es so einige mit der Seriosität alles andere als genau nehmen. Diese Unternehmen wiederum schüren den Ärger, denn die Gefahr einer Glücksspielsucht besteht dort, wo niemand über das bunte Treiben wacht.

Schleswig-Holstein nicht mehr allein

Noch ist die Regulierung des Glücksspiels unklar, und Schleswig-Holstein hat als einziges Land bereits vor Jahren erklärt, dass man den Glücksspielstaatsvertrag nicht unterschreiben werde. Seither sind Online Casinos und deren Überwachung kurzerhand zur Ländersache erklärt wurden. Wenn man sich Online Casino Erfahrungen von Experten anschaut, dann wird relativ schnell deutlich, dass es hier – wie übrigens in jeder Branche – gute und schlechte Angebote gibt. Schleswig-Holstein weiß offensichtlich zwischen diesen Angeboten zu unterscheiden und fährt damit nun schon seit längerer Zeit sehr gut. Inzwischen haben sich sogar einige weitere Länder ein Beispiel daran genommen und sich ebenfalls geweigert, einen neuen Vertrag zu unterscheiden. Was den angeht, ist die Politik vorerst komplett gescheitert. Eine allgemeingültige Lösung muss also her. Bleibt die Frage, wer sich im Für und Wider der Casinobranche durchsetzt: Schleswig-Holstein, wo man keine Probleme damit hat, Glücksspiel aus Online Casinos zu liberalisieren? Oder droht uns bis 2021 tatsächlich ein generelles Verbot von Casinos, die nicht in staatlicher Hand sind?

Was kommt nun auf Spieler und Betreiber zu?

Laut Information der Seite LZ.de wird es offenbar so sein, dass ab 2021 eine Legalisierung verschiedener Online Casinos möglich sei. Die Seite schreibt unter anderem: „In einem ersten Schritt sollen Sportwetten, bislang beschränkt auf den staatlichen Monopol-Inhaber „Oddset", freigegeben werden. Danach sollen auch bisher in Deutschland nicht erlaubte Online-Casinos freigegeben werden. Streit gibt es weiter um die Spielhallen.” Aktuell ist es tatsächlich schwer zu sagen, was passieren wird. Dass es zu einer Neuregelung im Jahr 2021, das allerdings steht außer Frage. Bisweilen bleiben die Länder auf ihrem jeweiligen Standpunkt – an Annäherung ist noch lange nicht zu denken. Man darf also gespannt sein, was genau passiert und ob die Anbieter der großen Online Casinos in wenigen Monaten tatsächlich aufatmen können, oder ob es sogar so weit geht, dass sämtliche Casinoangebote gesperrt werden. Fest steht zumindest, dass es für Anbieter von Sportwetten bergauf geht. Zumindest einige der renommierten Anbieter dürfen sich bereits Anfang 2020 um eine Lizenz bemühen und werden diese wohl auch erhalten. Anders als bisher ist die Lizenz dann nicht mehr nur in einzelnen Bundesländern, wie zuletzt Schleswig-Holstein, sondern bundesweit gültig. Die LZ führt hierzu an: „Die Freigabe von Online-Casinos ist der strittigste Punkt in den Verhandlungen der Länder. Manche wollen, dass es verboten bleibt, andere wollen es erlauben, wieder andere nur unter strikten Auflagen. Vieles spricht dafür, dass es am Ende eine Freigabe unter strengen Auflagen hinsichtlich des Jugend- und Spielerschutzes sowie der Suchtprävention geben wird.”

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