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Tote Vögel im Vogelsbergkreis (Hessen) nicht von behördlichem Interesse

Archivmeldung vom 23.03.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl
Gefundener toter Vogel in Schwalmtal
Gefundener toter Vogel in Schwalmtal

Im hessischen Vogelsbergkreis schätzt man die Gefahr der Verbreitung der Tierseuche Vogelgrippe durch tote Vögel nicht sehr hoch ein. Die meisten gemeldeten Funde von toten Vögeln sind von keinerlei Interesse für die örtlichen Behörden.

Gegen 14.00 Uhr am heutigen Tag machte Herr B. (Name der Redaktion bekannt) auf seinem Grundstück in Schwalmtal (Vogelsbergkreis, Hessen) die Entdeckung eines toten Vogels. Dem Anschein nach war der Vogel unverletzt und die Todesursache auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Wegen der Medienberichterstattung über das H5N1-Virus und seiner Gefährlichkeit für die Umwelt alarmierte er unverzüglich das Kreisveterinäramt in Lauterbach (Hessen) und berichtete dort von seinem Fund.

Verwundert über die Aussage, daß der Vogelfund nicht von Interesse sei, da es sich um den toten Vogel vermutlich um einen Spatz handeln würde, fragte Herr B. genau nach. Im hessischen Vogelsbergkreis müssen nur tote Raubvögel abgeholt durch die Behörden und zur Untersuchung auf eine mögliche Infektion mit dem H5N1-Virus eingeschickt werden. Herr B. könne den toten Vogel entweder vergraben oder dem Müll zuführen Man danke ihm aber für seine Aufmerksamkeit.

In Niedersachsen hatten die Vogelzüchter Anfang diesen Monats den Abschuß von Katzen gefordert (Niedersachsens Geflügelzüchter fordern Abschuss von Katzen), da man Angst habe eine Katze könne einen infizierten Vogel fressen oder sich anderweitig  anstecken und somit zur Verbreitung der Tierseuche beitragen. Offensichtlich gehen die Behörden im Vogelsbergkreis von dieser Bedrohung nicht aus, was richtig zu sein scheint, da es noch unbewiesen ist, ob Katzen und andere Tiere sich mit dem H5N1-Erreger anstecken können.

Ob letzten Endes die Medienberichterstattung übertrieben war oder nicht, sind für Bürger wie Herrn B. nicht eindeutig zu erkennen. Verwunderung über die unterschiedlichen Aussagen und Maßnahmen ist so vorprogrammiert. Auch Überreaktionen seitens der Behörden sind nicht auszuschließen. Ebenfalls Anfang diesen Monats ist anscheinend eine Medieninszenierung eines Vogelgrippevorfalls bereits aufgeflogen (Fake:Vogelgrippe-Bekämpfung am Bodensee).

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