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Falsche Äpfel? - Bei uns unerwünscht!

Archivmeldung vom 16.10.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl

In der EU nimmt der Handel mit Chemikalien belastetem Obst immer mehr zu. In einigen Fällen muß dieses Chemieobst noch nicht einmal für den Konsumenten deklariert werden. Wir fragten bei dem Unternehmen tegut... nach, welches ein Filialnetz von 301 Lebensmittelmärkten besitzt.

Seit 2002 wird die Chemikalie 1-Methyl-Cyclo-Propen (MPC) unter dem wohlklingenden Namen "SmartFresh" von der amerikansichen Firma AgroFresh vermarktet. Dieses "Wundergas" sorgt dafür, daß in den Supermarkten immer perfekt aussehende Äpfel für die anspruchsvolle Kundschaft bereitliegen, die stets so aussehen, als wären sie frisch gepflückt. Äpfel, die mit SmartFresh behandelt werden altern nicht mehr und so ist es theoretisch möglich jahrealte Äpfel als frische Ware anzubieten. Für viele Händler ein Segen, vor allem, da die behandelten Äpfel nicht deklariert werden müssen. Chemisch ist der Einsatz von SmartFresh nicht nachweisbar, daher liegt es in der Verantwortung der Erzeuger und Händler eventuelle Einsätze von SmartFresh zu deklarieren. Dies meldete die Zeitschrift "Mysteries" unter der Überschrift "Pfui! Diese frischen Äpfel sind ein Jahr alt" in der Ausgabe Nr. 5 Sept./Oktober 2006

Wir befragten das Unternehmen tegut..., mit Sitz im hessischen Fulda, welches 301 Filialen in Hessen, Thüringen, Nordbayern und Südniedersachsen unterhält und auf eine 25 jährige Erfahrung mit Biolebensmittel zurückblicken kann. Derzeit bietet die Lebensmittelkette über 2.000 verschiedene Bioprodukte an, verkauft aber auch konventionelle Lebensmittel.  "Wir sind ein bedeutender Bio-Laden, der auch noch anderes verkauft", meint Vorstandsvorsitzender Wolfgang Gutberlet. Skeptisch steht man dem Einsatz von SmartFresh gegenüber.

"Reifehemmer wie Smartfresh lehnt tegut... ab, da sie die natürliche Reife verhindern, damit den Genuss negativ beeinflussen und mit Bio-Lebensmitteln unvereinbar sind. Bei tegut... Eigenmarken-Äpfeln "vom Besten" und bei tegut... Bio-Äpfeln können wir den Einsatz ausschließen. Da Smartfresh nicht in allen Anbausystemen als Nacherntebehandlung betrachtet wird, ist hier ein Ausschluss bei reiner Handelsware unsererseits noch nicht möglich, insbesondere da der analytische Nachweis noch fehlt. tegut... arbeitet aber bereits daran, auch bei reiner Handelsware die Einschränkung strenger zu ziehen, und parallel dazu zügig zu einem Nachweis zu kommen", teilt uns Guido Fröhlich, verantwortlich für Qualitätsmanagement, auf unsere Anfrage mit.

 

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