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Humboldt-Forum-Verantwortliche gegen Rückgabe fremder Kunstobjekte

Archivmeldung vom 12.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Humboldt Forum: Künftige Ausstellungsflächen im 2. Obergeschoss (August 2018)
Humboldt Forum: Künftige Ausstellungsflächen im 2. Obergeschoss (August 2018)

Foto: Ernstol
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Verantwortlichen des Berliner Humboldt Forums haben sich gegen eine ausnahmslose Rückgabe aller Kunstobjekte ausgesprochen, die während der Kolonialzeit nach Deutschland kamen. Zwar müsse und werde es Restitutionen geben, sagte der Intendant Hartmut Dorgerloh der Wochenzeitung "Die Zeit".

Doch eine "pauschale Rückgabe kann und wird aber nicht die Antwort auf die komplexe Geschichte von Kulturen, Gesellschaften und Staaten sein, die sich in den außereuropäischen Sammlungen im Westen niedergeschlagen hat", so Dorgerloh weiter. Das Humboldt Forum wolle Kunstobjekte, die in "Unrechtskontexten" erworben wurden, zurückgeben, sagte Sammlungsleiter Lars-Christian Koch der "Zeit". Dieses Jahr seien bereits Sammlungsbestandteile aus Alaska an ihren Ursprungsort zurückgekehrt. Doch nicht jede Provenienz sei problematisch.

Das Humboldt Forum soll ab Ende 2019 im wiederaufgebauten Berliner Schloss öffnen. Hauptnutzer wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihrer ethnologischen und asiatischen Sammlung. Die Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter war neu entfacht, nachdem ein vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Auftrag gegebenes Gutachten der französischen Regierung nahelegte, alle einst aus Kolonien geraubten Kulturgüter zurückzugeben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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