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Esa-Astronaut Matthias Maurer fliegt im Herbst zur ISS

Archivmeldung vom 04.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Die ISS am 7. März 2011, aufgenommen aus dem Space Shuttle Discovery
Die ISS am 7. März 2011, aufgenommen aus dem Space Shuttle Discovery

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ende Oktober oder Anfang November will der Esa-Astronaut Matthias Maurer vom Kennedy Space Center zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. "Ich will neues Wissen über das Universum, aber auch unsere Erde sammeln", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Mit 51 Jahren wird er der älteste deutsche Raumfahrer bei einem Erstflug sein. "Die Experimente, die ich oben durchführen werde, sollen nicht nur dazu dienen, die Raumfahrt besser zu verstehen, sondern sie sollen auch einen Nutzen für unser Leben auf der Erde haben." Maurer wird auf der ISS sechs Monate lang leben und chemische sowie physikalische Experimente etwa zu Verbrennungs- und Schmelzprozessen durchführen, sagte er dem RND. "Denn es gibt sehr viele Verbrennungen im Weltall, zum Beispiel bei Raketenantrieben oder Steuerdüsen für Satelliten, die wir optimieren wollen", so der Astronaut.

"Und gleichzeitig kann das Wissen über Verbrennungsprozesse, das wir bei diesen Experimenten sammeln, für ein Grundverständnis über Verbrennungsmotoren auf der Erde hilfreich sein." Der 51-Jährige sieht in der ISS aber mehr als nur eine Forschungsstation: "Sie ist auch eine Inspirations-, Motivations- und Faszinationsplattform für die nächsten Generationen." Er selbst habe als Kind den Weltraumf lug von Ulf Merbold verfolgt und sei davon "unglaublich fasziniert" gewesen, so Maurer. Trotzdem habe es sich bei dem Traum, selbst einmal ins All zu fliegen, eher um einen "Erwachsenentraum" gehandelt. Sein Training für die Weltraummission habe die meiste Zeit über unter Corona-Bedingungen stattgefunden - also mit Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kontaktreduktionen. Vor allem das Winter-Survival-Training in Schweden ist dem Esa-Astronauten in Erinnerung geblieben.

"Die zwei Tage Training waren echt eine große Herausforderung - ohne Zelt, ohne Schlafsack und ohne Essen", so Maurer. "Ich hatte das, ehrlich gesagt, etwas auf die leichte Schulter genommen." Aber auch das Spacewalk-Training unter Wasser sei nicht zu unterschätzen. "Das ist alles andere als ein Spaziergang", sagte Maurer dem RND. Für ihn stehe aber fest: "Astronaut zu sein hat Schönheiten, die kein anderer Job der Welt bieten kann." Um seine Liebe für die Raumfahrt und das Weltall auszudrücken, hat Maurer für seine Miss ion den Namen "Cosmic Kiss" ausgewählt, was übersetzt "kosmischer Kuss" bedeutet. "Ich glaube, viele Menschen haben diesen Traum, selbst einmal Astronautin oder Astronaut sein zu wollen", sagte er. "Und das ist eigentlich die Hauptmotivation für diesen Namen und die Mission selbst. Ich möchte die Menschen auf diese Traumreise mitnehmen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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