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Hochschulausgaben 2018 um 6 % auf 57 Milliarden Euro gestiegen

Archivmeldung vom 23.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Foto: Martin Kraft / Eigenes Werk
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Jahr 2018 haben die öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen in Deutschland insgesamt 57,3 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Ausgaben damit gegenüber 2017 (54,1 Milliarden Euro) um rund 6 %.

Mit 33,0 Milliarden Euro (2017: 31,3 Milliarden Euro) waren die Personalausgaben der größte Ausgabeposten der Hochschulen. Sie machten 2018 wie im Vorjahr 58 % der gesamten Hochschulausgaben aus. Der laufende Sachaufwand betrug 19,5 Milliarden Euro (2017: 18,3 Milliarden Euro). Für Investitionen wurden 4,8 Milliarden Euro aufgewendet (2017: 4,5 Milliarden Euro).

Ausgaben für medizinische Einrichtungen der Universitäten +8 %

Auf die Universitäten ohne medizinische Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften entfiel 2018 ein Ausgabevolumen von 22,1 Milliarden Euro. Das waren 4 % mehr als 2017. In ihren medizinischen Einrichtungen (einschließlich Gesundheitswissenschaften) wendeten die Universitäten für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung 26,9 Milliarden Euro (+8 %) auf. Die Ausgaben der Fachhochschulen (einschließlich Verwaltungsfachhochschulen) stiegen um 6 % auf 7,4 Milliarden Euro.

Hochschulen nur zu 53 % eigenfinanziert

Die eigenen Einnahmen der Hochschulen stiegen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf insgesamt 30,6 Milliarden Euro (2017: 28,8 Milliarden Euro). Die Eigenfinanzierung der Hochschulen konnte somit wiederum gut die Hälfte (53 %) der Ausgaben decken.

Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen erhöhten sich dabei um 6 % auf 20,4 Milliarden Euro. 95 % dieser Einnahmen haben die medizinischen Einrichtungen der Universitäten, unter anderem als Entgelte für die Krankenbehandlung, beigetragen. Die Einwerbung von Drittmitteln der Hochschulen stieg im Jahr 2018 auf 8,3 Milliarden Euro (+6 %). Die Drittmitteleinnahmen sind in erster Linie für Forschung und Entwicklung an Universitäten (einschließlich medizinischer Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften) bestimmt. Die größten Drittmittelgeber der Hochschulen waren, wie in den Vorjahren, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (2,8 Milliarden Euro), der Bund (2,3 Milliarden Euro) sowie die gewerbliche Wirtschaft (1,5 Milliarden Euro). Die Einnahmen der Hochschulen aus den Beiträgen der Studierenden stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7 % und lagen 2018 bei 1,3 Milliarden Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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