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Ballsportarten auch ohne Schiedsrichter möglich

Archivmeldung vom 11.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de, Benjamin Wiens
Bild: pixelio.de, Benjamin Wiens

Mitarbeiter des Istituto di Bioimmagini e Fisiologia Molecolare und des Dipartimento di Psicologia dell' Università Milano-Bicocca haben im Rahmen der Untersuchung "Who needs a referee? How incorrect basketball actions are automaticly detected by basketball players brain" festgestellt, dass Profisportler Regelverstöße innerhalb von Bruchteilen von Sekunden und unabhängig von ihrem Willen erkennen. Daraus geht hervor, wie wichtig die visuelle Wahrnehmung von Bewegungsabläufen für die Erlernung von Sportarten und die dabei möglichen Erfolge sind.

"Zwar ist bereits seit längerem die Existenz von Spiegelneuronen bekannt, die instinktiv gesteuerte Handlungen erfassen und wiedergeben", erklärt Projektleiterin Alice Mado Proverbio gegenüber pressetext. Bisher kaum untersucht sei hingegen der Mechanismus, über den das menschliche Gehirn durch langes Training verinnerlichte sportliche oder körperliche Aktivitäten mit den entsprechenden Spielregeln assoziiert.

Während den im Labor für kognitive Elektrophysiotherapie der Universität Milano-Bicocca an professionellen Basketballspielern und sportlich unerfahrenen Zuschauern durchgeführten Tests wurden zwei unterschiedliche Techniken verwendet: die Messung der bioelektrischen Hirnaktivität (EPRs) und die der niedrigauflösenden elektromagnetischen Tomographie (swLORETA).

Visuell-motorische Spiegelneuronen

Je 100 von Schiedsrichtern ausgewählte Fotos mit korrekten und unkorrekten Verhaltensweisen auf dem Hintergrund eines leeren Basketballfeldes wurden sowohl Profispielern als auch unerfahreren Zuschauern vorgelegt. Dabei konnte festgestellt werden, das die erste Gruppe innerhalb von vier Zehntel-Sekunden unkorrekte Spielvorgänge erkannte, während die Teilnehmer der nur mit Laienkenntnissen ausgestatteten Zuschauergruppe nichts bemerkten.

"Es war so, als ob die Profisportler die motorischen Abläufe bei Fouls so stark verinnerlicht hätten, dass diese Unkorrektheiten auf autonome Weise und unabhängig vom Willen der Betreffenden registriert wurden", so die italienische Wissenschaftlerin. Ihre Schlussfolgerung: Die Beobachtung von Bewegungsabläufen und ihre Nachahmung seien weitaus wichtiger als ihre Erklärung oder Umschreibung mit Worten.

Einen Fußballer beim Spiel oder einen Handwerker bei der Arbeit zu beobachten, habe nämlich unmittelbare Auswirkungen auf die Plastizität des Gehirns. Mithilfe der swLORETA-Technik konnte zudem ermittelt werden, welche Art von visuell-motorischen Spiegelneuronen die Gesetzmäßigkeiten zur Verinnerlichung komplexer Zusammenhänge wie die Erkennung von Spielregeln beherbergen. Einzelheiten der Untersuchung können in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" nachgelesen werden.

Quelle: www.pressetext.com/Harald Jung

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