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Blick entscheidet über Vertrauensvorschuss

Archivmeldung vom 06.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Erster Blickkontakt: wichtig fürs Vertrauen.
Erster Blickkontakt: wichtig fürs Vertrauen.

Bild: Ferdinand Lacour, pixelio.de

Die Art der gegenseitigen Wahrnehmung und Beurteilung treffen Menschen bereits beim ersten Blickkontakt, wobei die Reaktion der Pupille ausschlaggebend ist. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Università di Milano - Bicocca in Zusammenarbeit mit Kollegen der niederländischen Universiteit Leiden.

Versuche mit 96 Gesichtern

Die Testreihe bestand aus 96 Gesichtern von unbekannten Personen, die mit unterschiedlicher Pupillendilatation am Computerbildschirm gezeigt wurden. Im ersten Testlauf mussten die 50 beteiligten Studenten mithilfe eines Joysticks die Gesichter mit verkleinerter Pupille allmählich heranzoomen und anschließend mit erweiterter Pupille wegzoomen. Beim zweiten Durchlauf wurde der Test in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.

"Unsere Versuche haben gezeigt, dass Gesichter mit erweiterter Pupille eher als vertrauenswürdig empfunden werden als Gesichter mit kontrahierter Pupille", erklärt Projektleiter Marco Brambilla. Es handle sich um ein verblüffendes Ergebnis, da bisherige Forschungsarbeiten diesbezüglich kein Zusammenhang mit Charakter, Persönlichkeit und Absichten eines Menschen nachgewiesen hatten.

Wichtiges Wissen für Marketer

"Die von uns gewonnenen Erkenntnisse sind nicht nur wichtig für die Art der zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern können auch gezielt bei der Gestaltung von Werbekampagnen und Marketingstrategien eingesetzt werden", erläutert Brambilla. Einzelheiten wurde in der Fachzeitschrift "Cognition and Emotion" unter dem Titel "Looking into your Eyes: Observed pupil size influences approach-avoidance responses" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com/Harald Jung

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