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Agrarroboter: Landwirtschaft per Knopfdruck

Archivmeldung vom 12.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Entwicklungsprojekt von Amazonen-Werke, mit dem BoniRob soll Pflanzenbeurteilung weiter automatisiert werden
Entwicklungsprojekt von Amazonen-Werke, mit dem BoniRob soll Pflanzenbeurteilung weiter automatisiert werden

Foto: Amazone GmbH & Co. KG
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit Agrarrobotern wollen Ingenieure die Automatisierung der Landwirtschaft vorantreiben. Wie die Zeitschrift P.M. MAGAZIN (Ausgabe 11/2012) berichtet, sollen die Roboter Ernteerträge optimieren und die Umwelt schonen. Ein kleiner Alleskönner ist etwa der "BoniRob": Der von Wissenschaftlern der Hochschule Osnabrück gemeinsam mit Bosch und dem Landmaschinenhersteller Amazone entwickelte Feldroboter ist mit vier einzeln lenkbaren und angetriebenen Lufträdern besonders geländegängig.

"Im Grunde ist er eine Trägerplattform, die mit verschiedenen Apps für verschiedene Aufgaben ausgerüstet werden kann, zum Beispiel Bodenproben nehmen und Unkraut jäten", erklärt Arno Ruckelshausen, Projektleiter an der Hochschule Osnabrück.

Wenn BoniRob mit seinen 500 Kilogramm durch Maisfelder rollt und dabei keine Pflanze umknickt, dann liegt das an seinem 3-D-Laserscanner: Der sendet einen Schwung Daten an das Navigationsmodul, das den Roboter unfallfrei durch den Getreidedschungel dirigiert. Der Laser und etliche Sensoren sammeln noch weitere Daten, mit denen sie einzelne Pflanzen identifizieren, vermessen und auf ihren Gesundheitszustand überprüfen.

In zwanzig Jahren wird der technische Fortschritt die gesamte Landwirtschaft revolutioniert haben, da sind sich Experten sicher. Precision Farming (präziser Ackerbau) oder Computer-Aided Farming (CAF, computerunterstützte Landwirtschaft) werden allgemein bekannte Begriffe sein. Satelliten steuern dann die Aussaat, verbunden mit digitalen Geländekarten, die die Qualität des Bodens sowie die dort erzielbaren Erträge darstellen. Dünger und Herbizide können so fast bis auf die einzelne Pflanze genau bemessen werden. "Vielleicht", meint der Agrarökonom Michael Clasen, "drückt ein Landwirt künftig morgens im Büro nur noch auf den Startknopf."

Quelle: Gruner+Jahr, P.M. Magazin (ots)

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