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Smarte Autos bedrohen Leben von Insassen

Archivmeldung vom 20.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Smarte Technik im Auto birgt Gefahren
Smarte Technik im Auto birgt Gefahren

Bild: pixabay.com, MiRUTH_de

Die Entwicklung smarter Autos eröffnet den Menschen eine ganze Reihe von technologischen Innovationen, birgt aber auch ernste Gefahren. Wenn ein Fahrzeug etwa über WLAN verbunden ist, können Hacker leicht moderne Features wie automatische Bremssysteme manipulieren, was eine potenzielle Bedrohung für das Leben der Insassen darstellt. Das zeigt eine Analyse der Michigan State University (MSU), die von Autobauern regelmäßige Software-Updates einfordert.

"Niemand fühlt sich verantwortlich"

"Wenn es um Cyber-Sicherheit bei Autos geht, wissen wir noch nicht sehr viel. Da diese Technologie aber schnell immer weitere Verbreitung findet, ist es wichtig, dass wir kritische Aspekte aufzeigen, bevor es zu spät ist", so Thomas Holt, Professor für Strafrecht an der MSU. Schon das Verbinden des Smartphones mit einem vernetzten Fahrzeug über dessen USB-Port liefere Cyber-Kriminellen eine Backdoor zu sensiblen persönlichen Daten. "Es geht aber nicht nur um unsere Privatsphäre, sondern womöglich auch um unser Leben", betont der Experte.

Um dieses besser zu schützen, seien die Hersteller der smarten Autos in die Pflicht zu nehmen. "Es ist erschreckend, dass es eigentlich niemanden gibt, der sich aus technischer Sicht für die zentralen Computersysteme in diesen Fahrzeugen verantwortlich fühlt", kritisiert Holt. Sowohl die Autobauer als auch die Produzenten der eingebauten Technik-Features müssten endlich ihre entsprechende Verantwortung wahrnehmen. "Um Sicherheitslücken zu schließen, braucht es regelmäßige Software-Updates, um einen aktiven Schutz gewährleisten zu können", rät der MSU-Forscher.

Auch Autobesitzer sind gefordert

Natürlich liege ein Teil der Verantwortung auch bei den Autobesitzern selbst. Diese würden genauso wie die Hersteller generell zu wenig Problembewusstsein in Sachen Cyber-Sicherheit an den Tag legen. "Nicht jeder aktualisiert sein Smartphone, wenn es angebracht wäre. Die Kunden müssen aber verstehen, dass die Hersteller dieses Problem alleine nicht lösen können. Auch sie selbst müssen aktiv etwas dazu beitragen", meint Holt.

Dem Wissenschaftler zufolge wird es nicht mehr lange dauern, bis alle Autos mit smarten Funktionen ausgestattet sein werden. Er befürchtet, dass es "zu viele tragische Unfälle und Sicherheitslecks" geben wird, bevor die Menschen diese Dinge wirklich ernst nehmen: "Deshalb müssen wir uns schnellstmöglich genaue Regeln überlegen, wie wir Insassen und Autos besser schützen können."

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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