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Boeing erprobt antibakterielle Beschichtung an Bord der ISS

Archivmeldung vom 16.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Die ISS am 7. März 2011, aufgenommen aus dem Space Shuttle Discovery
Die ISS am 7. März 2011, aufgenommen aus dem Space Shuttle Discovery

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Kampf gegen Schmierinfektionen und die Bildung von Bakterienbelägen führen Boeing und die Univesity of Queensland Experimente im Weltall durch. An Bord der internationalen Raumstation werden Raumfahrer eine Reihe von Gegenständen mit und ohne Beschichtung anfassen. Das Ergebnis wird dann wieder auf der Erde untersucht. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es diesbezüglich auf deren deutschen Webseite: "Auf der Internationalen Raumfahrtstation (ISS) werden gerade Experimente mit einer antibakteriellen Beschichtung durchgeführt, die es Viren und Bakterien unmöglich machen soll, sich an ihr abzulagern. Den Hintergrund bildet die Vermeidung von Schmierinfektionen.

Das Material wurde in einem Gemeinschaftsprojekt von der australischen University of Queensland und dem US-Flugzeugbauer Boeing entwickelt. Untersucht werden auf der ISS zwei Sätze identischer Gegenstände aus Passagierflugzeugen, darunter jeweils ein Gurtschloss, Sitzüberzüge, Armlehnen und ausklappbare Esstische. Der eine Satz an Gegenständen ist speziell beschichtet, der andere nicht.

Das Experiment ist ziemlich einfach aufgebaut: Mitglieder der ISS-Mannschaft fassen alle paar Tage die Gegenstände an, um Bakterien zu übertragen, die auf der Haut leben. Die Testobjekte werden später dann wieder auf die Erde gebracht und in einem Labor von Boeing untersucht, wo sich wie viele Mikroben festgesetzt haben. Daraus leitet sich dann die Effektivität der Beschichtung ab. Für das Experiment wurden keine Bakterien, geschweige denn das SARS-CoV-2 auf die ISS gebracht.

Zusammen mit anderen Maßnahmen könnten solche Beschichtungen den Flugverkehr während, aber auch nach der gegenwärtigen Pandemie sicherer machen. Aber ursprünglich wurde das Material fürs Weltall entwickelt. „Der Hauptzweck unserer antibakteriellen Beschichtung war der Schutz von Weltraummissionen“, teilt Michael Monteiro vom Institut für Bioengineering und Nanotechnologie der University of Queensland mit.

„Nach dem Schlag, den die Pandemie der Welt versetzt hat, haben wir unsere Beschichtungsformel abgewandelt, um auch Schutz gegen das Virus von Covid-19 hier auf Oberflächen hier auf der Erde zu bieten.“

Im Weltraum könnte ein solches Material nicht nur die Gesundheit der Crew und die Funktionsfähigkeit der Technik schützen, sondern auch die Kontaminierung von Planeten durch Keime von der Erde verhindern. Es wurde bereits im Rahmen einer Boeing-Initiative zu sicherem Reisen an Bord eines Demonstratorfliegers erprobt."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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