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Laser erzeugt Töne im Ohr des Empfängers

Archivmeldung vom 26.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Demonstration mit Laserstrahlen.
Demonstration mit Laserstrahlen.

Symbolfoto: gnubier, pixelio.de

Mit Laserstrahlen lassen sich auch Töne übertragen - und das sogar sehr zielgerichtet und ohne Empfangsgerät, wie Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) herausgefunden haben. Es ist auch möglich, den Strahl und damit die Information gleichzeitig auf mehrere Ohren zu richten.

Augen und Haut geschützt

"Unser System kann genutzt werden, um Informationen aus einer gewissen Distanz direkt ins Ohr des Adressaten zu schicken", erläutert MIT-Forschungsleiter Charles M. Wynn. "Es ist das erste Mal, dass zu diesem Zweck ein Laserstrahl genutzt wird, der unschädlich ist für Augen und die Haut." Der neue Ansatz basiert auf dem fotoakustischen Effekt. Dieser äußert sich darin, dass ein bestimmtes Material Licht absorbiert und es in Schallwellen umwandelt.

Die US-Forscher haben Wasserdampf als fotoakustisch aktives Material gewählt. "Das funktioniert sogar in relativ trockener Umgebung", so Wynn. "Ein bisschen Wasser ist immer in der Luft, vor allem in der Umgebung von Menschen." Sein Team habe herausgefunden, dass extrem wenig Luftfeuchtigkeit ausreicht, wenn die Wellenlänge des Lasers so gewählt wird, dass das Licht optimal absorbiert wird. "Das war der Schlüssel, denn je stärker der Laserstrahl absorbiert wird, desto lauter sind die Töne."

Lange Strecken zu bewältigen

Die Info wird im Ohr des Adressaten erzeugt. Zuvor muss sie auf den Laserstrahl aufmoduliert werden - die Töne reisen huckepack auf dem Strahl. Im Labor gelang es, Töne mit einer Lautstärke von 60 Dezibel im Ohr eines Empfängers zu erzeugen, der sich in einer Entfernung von 2,5 Metern befand. Diese Lautstärke entspricht einem normalen Gespräch. Die Forscher glauben, dass sich die Übertragungsstrecke noch deutlich verlängern lässt. Nun sind Tests außerhalb des Labors geplant, und dann gleich über eine größere Strecke.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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