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Urin-Socken betreiben drahtlosen Transmitter

Archivmeldung vom 15.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: uwe.ac.uk
Bild: uwe.ac.uk

Forscher des Bristol BioEnergy Centre haben spezielle Socken entwickelt, die mithilfe von Urin Energie erzeugen. Die Textilien verfügen über mikrobielle Brennstoffzellen, in denen Bakterien durch die Abfallstoffe im Urin Elektrizität gewinnen. Mit dem Strom wurde in ersten Tests ein drahtloser Transmitter betrieben, der alle zwei Minuten ein Signal an einen PC-gesteuerten Empfänger übermittelt hat.

Die Forschungsergebnisse sind in der Zeitschrift Bioinspiration & Biomimetics veröffentlicht worden. Etwa 650 Milliliter Urin zirkulieren über Pumpen in den Socken. Im Inneren befinden sich 24 individuelle mikrobielle Brennstoffzellen. Die Zirkulation wird durch die Bewegung des Trägers eingeleitet.

Laut Studienleiter Ioannis Ieropoulos eröffnet diese Methode neue Möglichkeiten, um Urin zum Betreiben von Wearables einzusetzen. "Wir wollten ein System entwickeln, das vollkommen autark arbeitet, da es nur auf menschlichen Kräften basiert. Urin fungiert hier als Brennstoff und der Fuß als Pumpe", erläutert Ieropoulos. Im Experiment konnten die Forscher einen drahtlosen Signalübermittler betreiben, der in zweiminütigen Intervallen Nachrichten an einen Empfänger sendete.

Experte zweifelt an Alltagsnutzen

Experten sehen diesem Ansatz in seiner Praxistauglichkeit eher kritisch. "Hierbei stehen sich theoretische Möglichkeiten und praktische Nutzung geradezu unversöhnlich gegenüber. Zu groß sind Vorbehalte, Ablehnung und auch der Widerwillen, mit dem eigenen Urin das Handy aufzuladen oder ein Notsignal zu senden", erklärt Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen im pressetext-Interview.

Reinhardt sieht demnach keinen Vorteil dieser Methode: "Energie über die eigene Bewegung zu gewinnen, ist nicht neu, hierzu noch den Zusatz einer Flüssigkeit zu nutzen, ist daher unnötig", schildert der Zukunftsforscher. Er ist daher skeptisch und kommt zum Fazit, dass die Verwendung des eigenen Urins als Energiequelle sich nicht durchsetzen werde.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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