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Tintenfische mit Düsenantrieb

Archivmeldung vom 22.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kalmar Bild: Hans Hillewaert (Lycaon)
Kalmar Bild: Hans Hillewaert (Lycaon)

Kein Seemannsgarn: Kalmare können sich aus eigener Kraft in die Luft erheben und fliegen. Wie das Magazin GEO in seiner April-Ausgabe meldet, gelangen erstmals scharfe Aufnahmen ihrer Flugkunststücke. Auf den Fotos der Fotografen Anthony Pierce und Bob Hulse ist zu erkennen, wie die Tiere die Seitenflossen am spitzen Ende ihres Körpers und feine Häute zwischen den Fangarmen als Tragflächen nutzen. Vortrieb erzeugen die Tintenfische, indem sie einen Wasserstrahl aus ihrem Inneren pressen.

Vor allem dieser Düsenantrieb macht die Entdeckung spektakulär. Denn das Rückstoßprinzip wirkt sowohl im Meer als auch in der Luft. Im Flug, wenn der Wasserwiderstand fehlt, arbeitet der Antrieb sogar effektiver.

Der Tintenfischexperte Ron O'Dor von der Dalhousie University in Halifax, Kanada, vermutet deshalb, dass die Kalmare das Fliegen erfunden haben, um energiesparender voranzukommen. Sie können ein Vielfaches ihrer Körperlänge in der Luft zurücklegen. Fische hingegen brauchen für ihre Flossen das umgebende Wasser und müssen sich extrem anstrengen, mit Schwung ihr nasses Element zu verlassen.

Quelle: GEO

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