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App soll sichersten Weg für Fußgänger zeigen

Archivmeldung vom 24.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Fußgänger: durch neuen Ansatz geschützt.
Fußgänger: durch neuen Ansatz geschützt.

Bild: pixelio.de, Peter Smola

Ein Algorithmus, der die Sicherheit von Fußgängerrouten berechnet und sich in Anwendungen wie Google Maps integrieren lässt, haben Forscher der Cardiff University entwickelt. Der Sicherheitsfaktor wird anhand des Straßentyps, der Wahrscheinlichkeit für unerlaubtes Überqueren, der Arten und Anzahl von Kreuzungen sowie örtlicher Geschwindigkeitsbegrenzungen berechnet.

Flächendeckende Nutzbarkeit

Die Forscher sind überzeugt, dass eine Integration dieses Algorithmus in Apps wie Google Maps zur Reduktion von Todesfällen und Verletzungen von Fußgängern führt. Derzeit fokussieren sich Anwendungen lediglich darauf, den kürzesten und nicht den sichersten Weg ausfindig zu machen. "Google Maps wird täglich millionenfach genutzt, um Menschen von A nach B zu befördern. Dennoch wird die Sicherheit potenzieller Routen völlig ausgespart", schildert Padraig Corcoran von der Cardiff University.

Der nächste Schritt besteht laut Corcoran darin, den Algorithmus in ein Format zu bringen, das diesen für eine öffentliche Nutzung geeignet macht. "Wir planen eine App, die Google Maps ähnelt, aber es dem Nutzer ermöglicht, die sicherste und nicht die schnellste Route zu wählen", erklärt Corcoran. Hier könnten weltweit viele Leben gerettet werden.

Interessant für Städteplaner

Auf lange Sicht wollen Corcoran und sein Team den Algorithmus auch auf die Bedürfnisse von Städteplanern zuschneiden, damit diese einkalkulieren können, wie Veränderungen in der Infrastruktur die Fußgängersicherheit beeinflussen. Zu bedenken ist jedoch, dass auch die Ablenkung durch Smartphones eine häufig unterschätzte Gefahr darstellt, die bei diesem Ansatz unberücksichtigt bleibt.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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