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Studie: Freundlichkeit ist genetisch veranlagt

Archivmeldung vom 13.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de

Die Freundlichkeit zwischen den Menschen liegt offenbar in der DNA begründet. Das ergibt eine Studie der Universität Buffalo. Demnach können zwei Hormone, Oxytozin und Vasopressin, die positive Gefühle wie Liebe und Großzügigkeit anregen, den Unterschied zwischen freundlichen und unfreundlichen Personen erklären. Die genetische Grundlage der Hormonrezeptoren ist dabei entscheidend, ob man eine zur Freundlichkeit neigende Person ist. Die Gene wirken sich in Übereinstimmung mit der Erziehung und der Lebenserfahrung einer Person auf deren Sozialverhalten aus.

In der Untersuchung wurden mehrere hundert Personen hinsichtlich ihrer Einstellungen gegenüber Bürgerpflichten, gemeinnützigen Aktivitäten und ihres Weltbildes befragt. Von den Teilnehmern gaben 711 Personen zudem eine Speichelprobe zur DNA-Analyse ab, die Aufschluss über die Oxytozin- und Vasopressin-Rezeptoren der Befragten gab. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen über ein positiveres Weltbild verfügten, welche die genetischen Rezeptoren aufwiesen, die mit Freundlichkeit assoziiert werden. Die Anzahl der Träger eines bestimmten Rezeptors variiert dabei erheblich zwischen den Ethnien. Unter der ostasiatischen Bevölkerung seien die `freundlichen` Rezeptoren weniger häufig verbreitet. Poulin erhebt nach seiner Studie nicht den Anspruch, das `Freundlichkeitsgen` gefunden zu haben, betont aber, dass das entdeckte Gen einen wesentlichen Beitrag zum Sozialverhalten von Personen leiste.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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