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Erstes „Foto“ eines Schwarzen Loches vorgestellt

Archivmeldung vom 10.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Screenshot Twitter
Bild: Screenshot Twitter

Am heutigen Mittwoch wurde das erste Bild eines Schwarzen Lochs vorgestellt. Es handelt sich um das eines in der Mitte der Milchstraße, aber es konnte sogar ein zweites eingefangen werden. Am „Fotoshooting“ waren acht Teleskope beteiligt. Bislang konnten Schwarze Löcher nur durch Berechnungen ermittelt werden, teilt Sputnik mit.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins: "Das „Event Horizon Telescope“ (EHT), ein Zusammenschluss von acht Teleskopen, hatte sich 2017 ein hehres Ziel gesetzt: Gleich zwei Schwarze Löcher sollte es fotografieren. Das eine heißt „Sagittarius A*“ und ist ein supermassives Schwarzes Loch im Zentrum unserer Milchstraße, das andere liegt in der Galaxie M87 und hat die 1.500fache Masse von „Sagittarius A*“.

EHT schoss die Bilder und die riesige Datenmenge wurde seitdem gerendert also verarbeitet. Nun ist die Arbeit der Rechner abgeschlossen und am Mittwochnachmittag um 15 Uhr werden die Ergebnisse, die ersten Fotos von Schwarzen Löchern, hier vorgestellt:

Wenn man es genau nimmt – und das sollte man immer –, so wurde natürlich nicht das Schwarze Loch fotografiert, sondern sein Ereignishorizont, das heißt die Grenze, an der Lichtwellen dem Gravitationsmonster noch entkommen können.

Die Forscher erhoffen sich von den ausgewerteten Daten nicht nur einen schönen Schnappschuss eines längst überfälligen Phänomens. Die Beschaffenheit des Schwarzen Loches könnte auch die Gültigkeit der Relativitätstheorie beeinflussen. Außerdem könnten die Forscher dem Geheimnis von „Jets“, großer Materieströme, die Schwarze Löcher ausstoßen, auf die Schliche kommen. Und schließlich würden sie auch mehr über Objekte erfahren, die die Schwarzen Löcher in nächster Nähe umgeben."


Quelle: Sputnik (Deutschland)

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