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EZB-Direktor Mersch gegen Leitzinssenkung

Archivmeldung vom 18.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Yves Mersch 2012
Yves Mersch 2012

Foto: RudolfSimon
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der neue EZB-Direktor Yves Mersch hat sich gegen eine Leitzinssenkung ausgesprochen und die Rolle der Europäischen Zentralbank in der gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht verteidigt. Die EZB betreibe ihre Geldpolitik derzeit vor allem mit unkonventionellen Mitteln, weil diese angesichts des gestörten Wirkungskanals derzeit besser wirkten, sagte Mersch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Deshalb verstehe ich die Diskussion über eine Zinssenkung nicht so recht", so der Luxemburger, der am Montag sein Amt im sechsköpfigen Direktorium antrat.

Den möglichen Zielkonflikt in der Bankenaufsicht sieht Mersch auf wenige Ausnahmefälle beschränkt. Im Regelfall unterstütze die Preisstabilität die Finanzstabilität. Im Zweifel werde die EZB sich aber immer für ihren primären Auftrag – die Sicherung der Preisniveaustabilität – entscheiden, so Mersch gegenüber der FAZ.

Er verteidigte außerdem das neue Anleihekaufprogramm der EZB. Anleihenkäufe seien durch das EZB-Statut gedeckt und damit keine Verletzung der Europäischen Verträge. Eine Zentralbank dürfe nicht zusehen, wie die eigene Währung den Bach heruntergehe.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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