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Regierungsbericht: Flüchtlingskosten lagen 2019 auf Rekordniveau

Archivmeldung vom 25.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Einwanderung, Integration, Migration, Asyl, Umvolkung (Symbolbild)
Einwanderung, Integration, Migration, Asyl, Umvolkung (Symbolbild)

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Die flüchtlingsbezogenen Ausgaben im Bundeshaushalt haben 2019 auf Rekordniveau gelegen. Insgesamt gab der Bund im Vorjahr 23,1 Milliarden Euro aus, um Migranten zu versorgen und Fluchtursachen zu bekämpfen, so der Bericht der Bundesregierung über die "Maßnahmen des Bundes zur Unterstützung von Ländern und Kommunen im Bereich der Flüchtlings- und Integrationskosten" hervor, der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll und über den das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) vorab berichtet.

Insgesamt lagen die Flüchtlingsausgaben marginal über Vorjahresniveau, als der Bund 23,0 Milliarden Euro aufwendete. 2017 hatte die Bundesregierung mit 21 Milliarden Euro etwas weniger ausgegeben. Insgesamt belaufen sich die Flüchtlingskosten des Bundes seit 2016 auf 87,3 Milliarden Euro.

Von den rund 23 Milliarden Euro in 2019 entfielen 8,2 Milliarden Euro auf die Bekämpfung von Fluchtursachen, 4,9 Milliarden Euro auf Sozial-Transferleistungen, 2,8 Milliarden Euro auf Integrationsleistungen und 0,8 Milliarden Euro auf die Aufnahme und Unterbringung im Asylverfahren. Mit 6,3 Milliarden Euro unterstützte die Bundesregierung Länder und Kommunen.

Aus dem Bericht gehen auch Meinungsverschiedenheiten zwischen Bund und Ländern über die Aufteilung der Flüchtlingskosten hervor, berichtet die Zeitung. "Einige Länder weisen auf die aus ihrer Sicht unzureichende Beteiligung des Bundes an den flüchtlings- und integrationsbezogenen Ausgaben der Länder hin und erheben zum Teil weitergehende Forderungen an den Bund", heißt es in dem Bericht. Der Bund weist diese Kritik zurück. Die von einigen Ländern genannten Bundesbeteiligungsquoten von teilweise lediglich knapp über 20 Prozent "sind nicht nachvollziehbar".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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