Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wirtschaft Erzeugerpreise Januar 2021: +0,9 % gegenüber Januar 2020

Erzeugerpreise Januar 2021: +0,9 % gegenüber Januar 2020

Freigeschaltet am 19.02.2021 um 08:13 durch André Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Januar 2021 um 0,9 % höher als im Januar 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise insgesamt gegenüber dem Vormonat um 1,4 %. Dies war die höchste Veränderung gegenüber einem Vormonat seit Juli 2008 (+2,0 %).

Deutliche Preisanstiege bei den Vorleistungsgütern, vor allem bei Sekundärrohstoffen, Futtermitteln und Metallen

Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise gegenüber Januar 2020 war die Preisentwicklung bei den Vorleistungsgütern: Vorleistungsgüter waren 2,4 % teurer als im Januar 2020. Dies war der höchste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2018 (+2,4 %). Gegenüber Dezember 2020 stiegen diese Preise um 2,0 %. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Sekundärrohstoffe (+34,6 %) und Futtermittel für Nutztiere (+11,6 %). Nichteisenmetalle und deren Halbzeug kosteten 7,4 % mehr, die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren 5,6 % höher. Im Durchschnitt waren Metalle 4,5 % teurer als im Januar 2020, allein gegenüber dem Vormonat Dezember 2020 stiegen die Preise um 3,5 %.

Weniger als im Vorjahresmonat kosteten dagegen Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-4,0 %), aber auch Papier und Pappe (-2,6 %). Gebrauchsgüter kosteten 1,5 % mehr als im Januar 2020, die Preise für Investitionsgüter, wie beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge, waren 0,7 % höher.

Energiepreise: CO2-Bepreisung führt zu Anstieg bei Mineralöl- und Erdgaspreisen

Die Energiepreise waren im Januar 2021 im Durchschnitt 0,7 % höher als im Vorjahresmonat. Allein gegenüber Dezember 2020 stiegen diese Preise um 2,7 %. Die Veränderungsrate gegenüber Dezember 2020 wird wesentlich durch die seit Januar 2021 teilweise zusätzlich anfallende nationale CO2-Bepreisung auf das Inverkehrbringen CO2-verursachender Brennstoffe beeinflusst. So stiegen die Preise für Erdgas bei einer Jahresabgabe von 116 300 MWH an die Industrie ohne die CO2-Bepreisung um 6,5% gegenüber Dezember 2020, mit CO2-Bepreisung stiegen sie um 16,4 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,9 % höher als im Januar 2020.

Sinkende Schweinefleischpreise führen zu Preisrückgang bei Verbrauchsgütern

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Januar 2021 um 1,8 % niedriger als im Januar 2020. Nahrungsmittel waren 3,3 % günstiger als im Vorjahr, verursacht insbesondere durch die Preisrückgänge für Schweinefleisch gegenüber Januar 2020 um 28,5 %, als die Preise für Schweinefleisch aufgrund hoher Nachfrage aus China einen Höchststand erreicht hatten. Der starke Preisrückgang bei Schweinefleisch dürfte neben der Corona-bedingt fehlenden Nachfrage aus der Gastronomie und den hygienebedingt verknappten Kapazitäten von Schlachthöfen auch durch den im September 2020 verhängten Importstopp asiatischer Länder für deutsches Schweinefleisch entstanden sein. Butter war im Januar 2021 um 7,7 % billiger als im Januar 2020. Demgegenüber kostete Zucker 11,5 % mehr als im Vorjahresmonat.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

Videos
Impfen (Symbolbild)
Sind die mRNA-Vakzine keine Impfstoffe?
Bild: Screenshot Bildzeitung
Fake News über Schockzahlen aus England und Wales
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte ulsan in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige