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IG-Metall fordert Grenzen für Leiharbeit

Archivmeldung vom 29.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
IG Metall
IG Metall

Die IG Metall hat die Politik aufgefordert, Konsequenzen aus der neuen Leiharbeits-Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu ziehen. "Das IAB bestätigt: Leiharbeit ist keine Brücke in nachhaltige Beschäftigung. Allenfalls ein wackeliger schmaler Steg", sagte IG-Metall-Vizechef Detlef Wetzel der Frankfurter Rundschau (Mittwochausgabe).

Laut IAB gelingt nur sieben Prozent der zuvor arbeitslosen Leiharbeiter der Wechsel in eine dauerhafte reguläre Beschäftigung. Zeitarbeit sei kein sinnvolles arbeitsmarktpolitisches Instrument, "sondern ein Mittel, um Tarifverträge zu umgehen und Löhne zu drücken, gerade auch in der Metallindustrie", kritisierte der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft. Es sei ein "Skandal", dass das Niveau von Leiharbeit heute schon wieder fast den Stand von 2008 erreicht habe. "Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass Leiharbeit wieder zeitlich begrenzt wird und der Grundsatz Gleiche Arbeit-Gleiches Geld
 endlich Anwendung findet." Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erklärte dagegen, der IAB-Bericht bestätige die bisherigen Erfahrungen: "Zeitarbeit sichert in unserer Industrie die personalpolitische Flexibilität, die sie im internationalen Wettbewerb benötigen", erklärte ein Gesamtmetall-Sprecher der FR. Gleichzeitig sei sie ein "wichtiges beschäftigungspolitisches Instrument", da sie vor allem Erwerbslosen und Geringqualifizierten den Einstieg in sozialversicherungspflichtige Arbeit ermögliche.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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