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Erzeugerpreise pflanzlicher Produkte: +11,5 % im April 2021 durch anhaltend hohe Nachfrage

Archivmeldung vom 14.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
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Bild: Statistisches Bundesamt

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im April 2021 um 2,6 % höher als im April 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde der Preisrückgang bei den tierischen Erzeugnissen auch in diesem Monat durch die Preissteigerung bei den pflanzlichen Erzeugnissen in Höhe von 11,5% gegenüber April 2020 ausgeglichen.

Gegenüber dem Vormonat März 2021 stiegen die Preise insgesamt um 1,0 %.

Preise für Getreide und Pflanzen um 20 % gestiegen

Wie bereits im Vormonat ist der Preisanstieg für pflanzliche Erzeugnisse im April 2021 vor allem auf die höheren Preise beim Getreide zurückzuführen (+20,4 % zum April 2020). Im März 2021 lag die Veränderung dort sogar noch etwas höher, nämlich bei +25,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Ein Grund für den Anstieg könnte die anhaltend hohe Nachfrage aus dem Ausland sein.

Bei den Erzeugnissen des Gemüse- und Gartenbaus betrug die Preissteigerung im April 2021 gegenüber April des Vorjahres 16,1 %. Ausschlaggebend hierfür waren erneut unter anderem die gestiegenen Preise für Pflanzen und Blumen (+20,3 %). Diese Entwicklung ist auf ein knappes Angebot und eine vermutlich durch Corona bedingte hohe Nachfrage zurückzuführen. Beim Gemüse (+13,5 %) stiegen insbesondere die Preise für Tomaten (+42,6 %), deren Saison im April anlief. Der flächendeckende Saisonstart beim Spargel ging mit einem Preisrückgang von 7,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat einher. Im vergangenen Jahr fiel das Angebot durch die coronabedingten Einschränkungen bei der Ernte knapp aus; zudem war die Abgabe an die Gastronomie noch stärker gebremst als im aktuellen Jahr, was 2020 zu einem höheren Preisniveau geführt hatte.

Handelsgewächse, wie Raps und Zuckerrüben verteuerten sich hingegen im April 2021 um 30,7 %. Bereits im März 2021 gab es einen Anstieg um 31,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dazu haben vor allem die Preissteigerungen beim Raps mit +39,6 % beigetragen. Hauptgrund hierfür bleiben die nahezu leergeräumten Rapslager bei Landwirten, Händlern und Ölmühlen.

Für Speisekartoffeln hingegen sinken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat bereits seit September 2019. Im April 2021 waren sie um 54,5 % und im März 2021 um 53,4 % niedriger als im Vorjahresmonat. Hierfür dürfte vor allem die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie und aus Großküchen verantwortlich sein. Daneben könnte auch das umfangreiche Angebot aufgrund der höheren Erntemenge gegenüber dem Vorjahr eine Rolle spielen.

Preise für tierische Erzeugnisse um 3 % gesunken, Schweinepreise weiter auf niedrigem Niveau

Die Preise für tierische Erzeugnisse gingen im April 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 % zurück. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Monate zwar fort, jedoch wird er langsam gebremst (-12,4 % im Februar 2021 und -6,9 % im März 2021). Zurückzuführen ist der Rückgang fast ausschließlich auf die rückläufigen Preise für Schlachtschweine. Im April 2021 lagen deren Preise noch um 18,8 % unter dem Stand des Vorjahres. Im März 2021 waren es noch -24,9 %, im Februar 2021 sogar -36,0 %, jeweils gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nach wie vor fehlen teils Absatzmöglichkeiten infolge von abgesagten Großereignissen wie Konzerten, Messen und Volksfesten sowie an die Gastronomie. Gedämpft wird der Rückgang jedoch nun offenbar dadurch, dass es im Gastronomiebereich inzwischen Teilöffnungen gibt und Abhol- und Lieferservices angeboten werden. Außerdem werden die Schlachtkapazitäten inzwischen wieder mehr genutzt.

Bei den Preisen für Schafe und Ziegen wurden - wie in den vergangenen Monaten - steigende Preise beobachtet (April 2021 gegenüber April 2020: +25 %, März 2021 gegenüber März 2020: +18,6 %). Auch der Preis für Rinder erhöhte sich im April 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,8 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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