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Liefer- und Filialbäckereien fordern Soforthilfe für explodierende Energiepreise um Versorgungskrise zu vermiedern

Archivmeldung vom 19.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Brotherstellung in einem Mittelstandsbetrieb Bild: Verband Deutscher Großbäckereien e.V. Fotograf: Renate Lottis
Brotherstellung in einem Mittelstandsbetrieb Bild: Verband Deutscher Großbäckereien e.V. Fotograf: Renate Lottis

"In Corona-Lockdown-Zeiten entschieden die Landesregierungen auch für Einzelbäckereien, Filial- und Lieferbäckereien, dass diese für die Infrastruktur systemrelevant sind. Auch im Lockdown bekam deshalb unverzichtbares Personal Hilfen, z. B. Notfallbetreuung in Kitas und Schulen. Die Backstuben und die gesamte Versorgungskette blieben in Betrieb und die Bevölkerung wurde mit dem Grundnahrungsmittel Brot versorgt", betont die Verbandspräsidentin der Filial- und Lieferbäckereien Prof. Dr. Ulrike Detmers.

Sie versteht überhaupt nicht, warum es wegen der aktuellen Krise durch die extreme Energiekostenbelastung nicht finanzielle Soforthilfe für Bäckereibetriebe gibt.

Die Existenzbedrohungen sind:

1. die drohende Verzehnfachung der Energiekosten, die nicht über Preiserhöhungen an die Verbraucher und Verbraucherinnen weitergegeben werden können,

2. die drohenden Verluste, die wirtschaftlich gesunde Betriebe zur Betriebsschließung zwingen könnten.

Schlimmstenfalls würde dann eine Versorgungslücke bei Brot und Backwaren drohen.

Detmers: "Um eine Versorgungskrise zu vermeiden, senden wir SOS an die Politik. Für Einzel-, Filial- und Lieferbäckereien gibt es bereits die Bedrohungen durch Personalnot, vakante Leitungsstellen beim Führungskräftenachwuchs und Preiserhöhungen in 2022 gegenüber 2021. Während Preissteigerungen bei Zutaten, Verpackungen, Logistik usw. durch moderate Preishöhungen von Broten und Backwaren an Kunden weitergegeben werden konnten, sind explodierende Energiekosten nicht mehr über weitere Preiserhöhungen zu decken."

Sie fordert deshalb folgende politische Sofortmaßnahmen:

1. Unbürokratische Liquiditätshilfen aus dem Topf der EEG-Milliarden. 17,4 Mrd. Euro liegen aktuell auf dem Konto zur Förderung der erneuerbaren Energien. Ein Teil davon sollte verwendet werden, um bei existentiell bedrohten Grundversorgern wie Bäckereien die Zahlungsfähigkeit zu erhalten und Pleiten zu vermeiden.

2. Ein einfaches Antragsverfahren bei KfW-Krediten mit günstigen Zinsen und mehrjähriger Tilgungsfreiheit.

3. Das Energiekostendämpfungsprogramm mit Zuschüssen für Erdgas und Strom sollte verlängert werden. Die Beantragung und der Nachweis sollten möglichst einfach sein und auch von Klein- und Mittelstandsbetrieben bearbeitet werden können.

Den Klein- und Mittelstandsbetrieben muss umgehend politisch die Angst vor der Insolvenz genommen werden. Fehlende Arbeitskräfte, Personallücken bei Betriebsnachfolger*innen, hybride Arbeitsformen usw. bringen das Leistungsvermögen bei kleinen und mittleren Betrieben schon heute an die Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit. Jetzt muss Ruhe her, damit wieder Hoffnung aufkeimt, meint Detmers in ihrer Funktion als Präsidentin der Filial- und Lieferbäckereien.

Quelle: Verband Deutscher Großbäckereien e.V. (ots)

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