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Reallöhne im Jahr 2020 um 1,1 % gegenüber 2019 gesunken

Archivmeldung vom 24.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Der Nominallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2020 nach endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung um durchschnittlich 0,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um knapp 0,5 %.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Reallöhne im Jahr 2020 damit um 1,1 % gegenüber 2019. Somit ergab sich gegenüber den am 17. Februar 2021 veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen eine Korrektur von 0,1 Prozentpunkten nach unten.

Kurzarbeit beeinflusst Lohnentwicklung und Wochenarbeitszeit deutlich

Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 gehen die Nominallöhne im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zurück. Die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung 2020 war stark durch den vermehrten Einsatz von Kurzarbeit im Zuge der Corona-Krise beeinflusst: Kurzarbeit reduziert die bezahlte Wochenarbeitszeit und damit den Bruttomonatsverdienst. Wenngleich das Kurzarbeitergeld die Verdiensteinbußen für viele Beschäftigte abgefedert hat, ist es eine Lohnersatzleistung und kein Verdienstbestandteil. Daher wird es in den Verdienststatistiken nicht erfasst.

Insgesamt reduzierte sich die bezahlte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um durchschnittlich 2,9 %. Der stärkste Rückgang ist hierbei in dem Wirtschaftsabschnitt "Gastgewerbe" mit -19,4 % zu verzeichnen, gefolgt von "Kunst, Unterhaltung und Erholung" mit -9,0 %. Den geringsten Arbeitszeitrückgang weisen die Sektoren "Energieversorgung" und "Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" (beide jeweils -0,4 %) auf.

Verdienstentwicklung im 4. Quartal 2020 leicht positiv

Verglichen mit der Entwicklung im 2. und 3. Quartal 2020, die ebenfalls sehr stark durch die Corona-Krise und Kurzarbeit geprägt waren, erholte sich die Verdienstentwicklung im 4. Quartal 2020 etwas: Gegenüber dem 4. Quartal 2019 ergab sich für den Reallohnindex ein Wachstum von 0,4 % bei einem Nominallohnzuwachs von 0,2 % und einem Rückgang der Verbraucherpreise um 0,2 %.

Stärkere Verdiensteinbußen in den unteren Leistungsgruppen

In der Unterscheidung nach Leistungsgruppen war der Verdienstrückgang gemessen am Nominallohnindex im Jahr 2020 mit -2,5 % bei angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am größten, gefolgt von ungelernten Angestellten (-1,6 %), Fachkräften (-1,2 %) sowie herausgehobenen Fachkräften (-0,2 %). Die Verdienste von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in leitender Stellung wiesen mit +0,2 % eine leichte Verdienstzunahme auf.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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