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Unternehmen lassen in Coronakrise deutlich mehr Steuern stunden

Archivmeldung vom 07.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Taschen leer, pleite und arm.
Taschen leer, pleite und arm.

Bild: Kreuznacher Zeitung/pixelio.de

Die erleichterte Stundung von Steuerschulden in der Coronakrise wird ausgiebig genutzt. Das zeigt eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken, über die der "Spiegel" berichtet.

Demnach hat sich das Volumen der bis Jahresende bewilligten und noch nicht getilgten Stundungen von Besitz- und Verkehrsteuern zwischen 2019 und 2020 mehr als verdoppelt - von 3,27 Milliarden auf fast 6,87 Milliarden Euro. Besonders stark nahmen Stundungen der Umsatzsteuer zu. Wurden im Jahr 2019 noch lediglich 94 Millionen Euro gestundet, so waren es im vergangenen Jahr 2,74 Milliarden Euro.

Bei der Einkommensteuer stieg der Umfang der Stundungen von knapp 2,44 auf 3,21 Milliarden Euro. Kurz nach Beginn der Coronakrise hatte das Bundesfinanzministerium mit einem Rundschreiben an die Länder die Regeln für eine Stundung von Steuerschulden gelockert. Die Regelung wurde kürzlich um drei Monate verlängert und kann noch bis Ende September angewendet werden. "Die Stundungen kamen da an, wo der Baum gebrannt hat", sagte Linken-Finanzpolitiker Fabio De Masi. "Im Gegensatz zu den Coronahilfen, die für viele Firmen Zu-Spät-Hilfen sind, haben sich die Steuerstundungen als schnelle und zielgerichtete Hilfe für Unternehmen, die hart von der Coronakrise getroffen wurden, bewährt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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