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Bankenverband kappt Wachstumsprognose und erwartet höhere Inflation

Archivmeldung vom 23.03.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Verena Herzberger / pixelio.de
Bild: Verena Herzberger / pixelio.de

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat seine Konjunkturprognose deutlich gesenkt. Der Verband und die Chefvolkswirte der 15 größten Banken gehen für das laufende Jahr nur noch von einen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent aus, berichtet das "Handelsblatt".

2023 soll die deutsche Wirtschaft nur noch um 2,9 Prozent wachsen. Für die deutsche Inflationsrate erwartet der Bankenverband 5,9 Prozent für 2022 und 2,5 Prozent für 2023. Für die Eurozone liegt die Inflationsprognose bei 6,1 Prozent und 2,4 Prozent. Damit liegen die Bankökonomen deutlich über den Einschätzungen der Europäischen Zentralbank (EZB), weil der Bankenverband mehr Preissteigerungen in der Breite erwartet. Für die Kerninflation - also ohne Energie und Nahrungsmittel - erwartet der BdB eine Rate von 2,8 Prozent in diesem Jahr und 2,5 Prozent 2023.

"Die hohen Inflationsraten werden wir nicht mehr so schnell los", sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg-Bank und federführend für die Konjunkturprognose verantwortlich, dem "Handelsblatt". Schmieding sieht die deutsche Wirtschaft in einer Stagflation. Und es gebe diverse Risiken, die dafür sorgen könnten, dass man nicht mehr so schnell herauskomme. "Ohne den Krieg wäre die Wirtschaft trotz Pandemiefolgen und Omikron-Welle in diesem Quartal schon wieder gewachsen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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