Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wirtschaft Luftfracht in der Corona-Krise: Vergleichsweise moderater Rückgang von 12,1 % im Zeitraum März bis Mai 2020 gegenüber Vorjahr

Luftfracht in der Corona-Krise: Vergleichsweise moderater Rückgang von 12,1 % im Zeitraum März bis Mai 2020 gegenüber Vorjahr

Archivmeldung vom 22.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Während der Passagierflugverkehr sehr stark von den Reiseeinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen war, wurden weiterhin Güter auf dem Luftweg verschickt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Empfang und der Versand von Luftfracht im Zeitraum März bis Mai 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,1 % auf rund 1,1 Millionen Tonnen zurückgegangen (März bis Mai 2019: 1,2 Millionen Tonnen). Zum Vergleich: Das Passagieraufkommen auf deutschen Flughäfen ging im selben Zeitraum um 87,4 % zurück.

Die Luftfracht konzentrierte sich im Jahr 2019 auf vier Flughäfen in Deutschland, die zusammen rund 93 % des Frachtaufkommens beförderten: Frankfurt/Main (43,5 %), Leipzig/Halle (25,6 %), Köln/Bonn (16,7 %) und München (7,3 %). In den Krisenmonaten März bis Mai 2020 konnte von den umschlagsstärksten Flughäfen Leipzig/Halle die Luftfrachtmenge im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten um 3,7 % ausbauen. Die anderen drei verzeichneten Rückgänge (München -65,1 %, Frankfurt/Main -17,4 %, Köln/Bonn -1,7 %).

Da Luftfracht nicht nur in reinen Frachtflugzeugen, sondern auch als Beiladung in Passagiermaschinen transportiert wird (sogenannte Bellyfracht), sank mit dem coronabedingten Einbruch des Passagierverkehrs auch die zur Verfügung stehende Transportkapazität für Frachtgüter. Die Frachtbeförderung im Rahmen von Passagierflügen erfuhr in den Krisenmonaten März bis Mai 2020 einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-71,3 % auf 90 000 Tonnen). Die Beförderung in reinen Frachtflügen erlebte dagegen einen Anstieg von 7,9 % auf 1 Million Tonnen. Dadurch konnte der Wegfall der Bellyfracht teilweise kompensiert werden.

Einzelne Flughäfen konnten in der Corona-Krise den Frachtverkehr ausbauen

Neben dem Flughafen Leipzig/Halle konnte der Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück sein Frachtaufkommen von März bis Mai 2020 um mehr als die Hälfte (57,0 %) auf rund 54 000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern, während sein Passagiergeschäft wie auch an anderen Airports massiv einbrach (91,1 % weniger Fluggäste). Auch am Flughafen Hannover wurde mehr Fracht umgeschlagen. Deutliche Rückgänge der Frachtmenge verzeichneten Düsseldorf (-74,0 %), Hamburg (-74,2 %) und Stuttgart (-53,0 %).

Erhöhte Nachfrage und sinkende Kapazitäten sorgten für Preissteigerungen

Der weitgehende Wegfall der Bellyfracht und punktuelle Engpässe anderer Transportwege führten zu steigenden Preisen im Luftfrachtverkehr. Die Preise für Luftfracht waren bereits im 1. Quartal 2020 deutlich höher als im 4. Quartal 2019 (Exporte +11,9 %, Importe +3,9 %). Betroffen von den Preissteigerungen in der Luftfracht waren insbesondere die Exporte in die Volksrepublik China mit einer Steigerung von 40,6 %. China war bereits seit Jahresbeginn stark von der Ausbreitung des neuen Coronavirus betroffen. Zum Vergleich: Exporte in die Vereinigten Staaten verteuerten sich um 9,9 %, Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate um 4,4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

Videos
Inelia Benz: Die Lemurianische Verbindung
Inelia Benz: Die Lemurianische Verbindung
Inelia Benz: "Macht über Andere ist so...VON GESTERN"
Inelia Benz: "Macht über Andere ist so...VON GESTERN"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte ernten in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige