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DIHK: Russland-Sanktionen verschärfen Sorgen deutscher Unternehmen

Archivmeldung vom 18.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Nach Einschätzung des Deutschen Industrie-und Handelskammertags (DIHK) erhöhen die verschärften Strafmaßnahmen gegen Russland die Sorgen vieler deutscher Unternehmen: "Die EU-Sanktionen verhindern künftig Finanzierungen der Osteuropabank und der europäischen Investitionsbank. Das unterbindet vorerst insbesondere die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland bei größeren Infrastrukturprojekten", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier "Handelsblatt-Online".

Stärker dürften aus Treiers Sicht deutsche Firmen von den US-Sanktionen gegen den russischen Rohstoff- und Finanzsektor betroffen sein. "Deutsche Unternehmen mit russischem und mit US-Geschäft müssen ihre Geschäftsbeziehungen auf die zwischen USA und EU unterschiedlichen Sanktionsbestimmungen hin überprüfen und in der Folge beachten", sagte der DIHK-Experte. "Die nicht kompatiblen Sanktionsschritte stellen diese Unternehmen vor eine zusätzliche Herausforderung." Betroffen davon sei etwa jedes vierte deutsche Unternehmen, das im Ausland aktiv ist.

DIW-Präsident: Russland kann einen Handelskrieg nicht gewinnen

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ist der Ansicht, dass Russland einen Wirtschaftskrieg mit dem Westen nicht gewinnen kann: "Die Sanktionen der USA und der EU sind clever, weil sie sich gezielt auf Institutionen beschränken, die eine enge Verbindung zum russischen Staat haben. Dies macht es schwieriger für Russland Sanktionen zu erwidern", sagte Fratzscher "Handelsblatt-Online". Er halte daher eine Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen für unwahrscheinlich.

Fratzscher betonte, das gemeinsame Handeln der EU und USA sei "äußerst wichtig um Russland zu verdeutlichen, dass es einen Handelskrieg nicht gewinnen kann". Russland werde einen "sehr viel höheren wirtschaftlichen Preis" für einen Handelskonflikt zahlen als der Westen. "Trotzdem wären die Kosten von einem Konflikt für die EU und Deutschland deutlich höher als für die USA." Denn vor allem die Abhängigkeit von russischem Gas könne einen Konflikt für Deutschland "schmerzvoll" machen. "Eine große Sorge für deutsche Unternehmen ist die hohe Unsicherheit, die durch diesen Konflikt entstanden ist", fügte Fratzscher hinzu. "Sie erschwert langfristige Investitionsentscheidungen für deutsche Unternehmen in Russland."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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