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Handwerk warnt Kommission vor Abschaffung der dualen Ausbildung

Archivmeldung vom 10.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Hans Peter Wollseifer, 2012
Hans Peter Wollseifer, 2012

Foto: Tohma
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die EU-Kommission in Brüssel vor einer Abschaffung der dualen Ausbildung gewarnt. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sagte der "Welt": "Die duale Ausbildung in Deutschland ist in Gefahr durch neue Pläne aus Brüssel. Die Europäische Kommission arbeitet intensiv daran, bewährte und notwendige Qualifikationsanforderungen abzuschaffen und droht so, gewachsene Ausbildungs- und Qualitätsstandards zu zerstören."

Dies gelte insbesondere für das Baugewerbe und das verarbeitende Gewerbe. "In letzter Konsequenz könnte das dazu führen, dass der deutsche Meisterbrief und die duale Ausbildung im Handwerk auf Druck aus Europa ausgehöhlt werden", so Wollseifer weiter. Hintergrund der Äußerungen sind Pläne der Brüsseler Kommissionsbehörde, im Rahmen der neuen Berufsanerkennungsrichtlinie, die seit dem 17. Januar dieses Jahres in Kraft ist, in Kürze alle reglementierten Berufe in Europa unter die Lupe zu nehmen, um, so ein Dokument der Behörde, "eine Erleichterung des Berufszugangs" zu gewährleisten.

Bisher ist in Deutschland für 41 Handwerksberufe die duale Ausbildung (Gesellenbrief) und der Meisterbrief bei Selbstständigkeit verpflichtend. Wollseifer betonte, die EU-Kommission riskiere einen hohen Preis mit ihren Plänen Zulassungsbeschränkungen abzubauen. "Denn von niedrigeren Qualifikationsstandards hat niemand etwas, weder der junge und motivierte Auszubildende noch der Verbraucher." Eine gute Ausbildung sichere dem Verbraucher qualitativ hochwertige Dienstleistungen, sie schütze vor Arbeitslosigkeit und sichere der gesamten Wirtschaft den Nachwuchs. "Es kann nicht sein, dass die hochwertige duale Ausbildung in Deutschland einerseits in ganz Europa gelobt wird und andererseits in Kauf genommen wird, dass ihre Standards nach unten nivelliert werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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