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Kaufhof-Chef: Keine Probleme mit Bankenkonsortium

Archivmeldung vom 26.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
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Der neue Kaufhof-Chef Wolfgang Link hat Berichte über Schwierigkeiten mit einem Bankenkonsortium zurückgewiesen, das einen Immobiliendeal des Handelskonzerns finanziert hat. Die Bankengruppe unter Führung der LBBW wirft der Kaufhof-Muttergesellschaft HBC und deren Immobilienbeteiligung HBS nach diesen Berichten vor, nicht mehr alle Bedingungen zu erfüllen, die bei der Finanzierung bei der Übernahme von Kaufhof-Warenhäusern vor knapp zwei Jahren vereinbart wurden.

Link dementierte dies. "HBC beziehungsweise HBS erfüllen die erforderlichen Bedingungen des Kreditvertrags. Das haben uns auch die Banken bestätigt", sagte er der "Welt am Sonntag". Zuvor soll bereits die Herabsetzung von Garantielimits durch die Warenkreditversicherungen für Lieferungen an Galeria Kaufhof für erhebliche Verunsicherung gesorgt haben. So waren Zweifel aufgekommen, ob das Unternehmen die laufenden Einkäufe für das wichtige Weihnachtsgeschäft stemmen könne.

"Es ist kein einziger Lieferant abgesprungen", versicherte Link nun in seinem ersten Interview als Chef des größten deutschen Warenhausbetreibers. Man habe keinerlei Probleme bei der Belieferung. "Wir zahlen wie immer hundert Prozent unserer Rechnungen pünktlich", erklärte Link.

Das Management habe inzwischen das teils angeschlagene Vertrauen wiederherstellen können, einige Kreditlimits seien angehoben worden. Bei den Investitionen kündigte Link, der auch das HBC-Europageschäft verantwortet, einen Kurswechsel an. Nach einer Konzentration auf Top-Standorte wie den Kaufhof an der Düsseldorfer Königsallee sollten nun jedes Jahr 20 Häuser in weniger exponierten Lagen modernisiert werden. Der Umsatz in den 97 Kaufhof-Warenhäusern liege derzeit bereinigt "knapp unter Vorjahr". Eine Fusion mit der Karstadt-Gruppe des österreichischen Investors Rene Benko lehnt Link kategorisch ab. Eine Deutsche Warenhaus AG werde "nicht benötigt", sagte er.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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