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Lokführer bestreiken erneut private Bahnen

Archivmeldung vom 03.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Claus Weselsky Bild: gdl.de
Claus Weselsky Bild: gdl.de

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Lokomotivführer der privaten Schienenpersonennahverkehrsunternehmen dazu aufgerufen, sich ab Dienstag, 14 Uhr bis Freitag, 14 Uhr, an einem 72-stündigen Arbeitskampf zu beteiligen.

Die GDL hatte sich verpflichtet, bis zum 1. Mai keine Streiks durchzuführen. Die Unternehmen der Hessischen Landesbahn sowie ein Teil der Unternehmen von Netinera und BeNEX hatten der GDL Angebote gemacht, weswegen diese Unternehmen nicht bestreikt werden würden, hieß es. Andere private Bahnunternehmen lehnen Verhandlungen zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen allerdings weiterhin ab.

"Die Sturheit der Unternehmen ist nicht zu begreifen und offensichtlich geht es gar nicht mehr um Kompromissfindung und Konfliktbeilegung", sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky am frühen Dienstagmorgen. "Sie wollen weiterhin mit dem Kopf durch die Wand, obwohl sie innerhalb des Gesamtmarktes der EVU zunehmend isoliert sind". Und weiter: "Besonders bedauerlich und verantwortungslos ist, dass die Arbeitgeber den Tarifkonflikt auf dem Rücken der Lokomotivführer austragen und diese zynisch zu Lasten der Fahrgäste weiterhin in den Streik treiben."

Weselsky forderte die Unternehmen auf, ihre Haltung zu überdenken: "Der einzige Weg an den Verhandlungstisch führt über substanzielle Angebote zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen, damit verknüpften Haustarifverträgen und Betreiberwechseltarifverträgen. Es liegt an den Arbeitgebern, ob dieser Weg hart und steinig wird oder ob wirkliche Kompromisse innerhalb von Verhandlungen ausgelotet werden können." Und weiter: "Die GDL hat einen langen Atem, das wissen die Arbeitgeber und je länger und härter der Konflikt anhält, umso teurer wird der anschließende Tarifabschluss für die EVU."

Die GDL fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers DB und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung. Dieses Niveau soll nach den Wünschen der GDL bei jeder Ausschreibung zugrunde gelegt werden. Bisher bestehende Tarifverträge sollen durch Verknüpfung des Haustarifvertrags stufenweise an dieses Niveau heranzuführen.

Bestreikt werden ab Dienstagmittag die AKN Eisenbahn AG, die Bayerische Regiobahn, die Berchtesgadener Land Bahn, die Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL), die Nord-Ostsee-Bahn (NOB), die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA), die Prignitzer Eisenbahn, Betriebsteil NRW, die Veolia Verkehr Regio Ost und Sachsen-Anhalt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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