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Verkaufsverbot für Feuerwerk? VPI warnt vor Millionenschaden und lebensgefährlichen Folgen

Archivmeldung vom 01.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Feuerwerk & Sylvester (Symbolbild)
Feuerwerk & Sylvester (Symbolbild)

Bild: Matthias Riesenberg / pixelio.de

Nach der Forderung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, auch 2021 ein bundesweites Verkaufsverbot für Feuerwerk zu verhängen, kann der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) nur eindringlich vor den Konsequenzen warnen: "Unsere Branche hat schon 2020 massive Verluste in Millionenhöhe verkraften müssen - ein zweites Mal schaffen wir das nicht."

Vielen der 21 Mitgliedsunternehmen des VPI droht im Falle eines erneuten Verbotes die Insolvenz. Betroffen wären rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Laut Berliner-Kurier seien am Rande des so genannten "inoffiziellen Bund-Länder-Treffens" von der Politik bereits drastische Beschlüsse vorbereitet worden. So habe der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, dessen Bundesland trauriger Spitzenreiter bei den Corona-Inzidenzen ist, schon Diskussionen rund um das Thema privates Feuerwerk angekündigt. Ein Verzicht auf Feuerwerk sei laut Kretschmer "absolut notwendig". Je eher man das sage, desto geringer sei der wirtschaftliche Schaden für den Handel, wird der Politiker im Berliner-Kurier zitiert. "Mit Blick auf die von Herrn Kretschmer bewusst angeheizte Gerüchteküche und anstehende Gespräche können wir nur zur Raison rufen, auf die Zahlen und Fakten verweisen und eindringlich warnen", so VPI-Vorsitzender Thomas Schreiber. "Schockiert nehmen wir zur Kenntnis, dass Herr Kretschmer im Rahmen seiner Verzichtsforderung die hart gebeutelte Industrie noch nicht einmal erwähnt", fügt Schreiber hinzu.

Neben den wirtschaftlichen Konsequenzen drohen auch noch Gefahren für Leib und Leben - jenseits von Corona. Erst vor wenigen Tagen hatte der Bund Deutscher Kriminalbeamter Sachsen sich klar gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk positioniert. Man habe 2020 mit Sorge die Einfuhr von illegalem Feuerwerk aus anderen europäischen Ländern festgestellt. In einigen Nachbarländern seien pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F3 frei verkäuflich. Diese Art von Feuerwerk erfordert in Deutschland eine Erlaubnis bzw. Befähigung. Bei unsachgemäßem Umgang bestehen ernsthafte Verletzungsgefahren. Ein erneutes Verkaufsverbot in Deutschland würde die Zahl der illegalen und lebensgefährlichen Feuerwerkskörper nicht nur vergrößern, sondern auch Anzahl und Schweregrad von Verletzungen auf ein spürbar höheres Niveau heben. "Das sollte Herr Kretschmer besonders berücksichtigen, grenzt sein Bundesland doch gerade an ein Land, das für seine gefährlichen "Polen-Böller" bekannt ist, die in Deutschland aufgrund des enthaltenen Blitzknallsatzes verboten sind", so Schreiber.

"Wir begrüßen ausdrücklich jede Form von Impfkampagne. Ob 3-G- oder 2-G-Regelungen, ob Mahnung zur Vorsicht, zur Rücksicht und zum gebotenen Abstand - auch und gerade bei Großveranstaltungen - all diese Bemühungen unterstützen wir. Gerade deshalb sehen wir auch im privaten, im kleinen Feuerwerkserlebnis mit Freunden und Familie eine gute Möglichkeit, Menschenaufläufe zu minimieren, die uns dieser Tage ja schon mehr als genug begegnen", so Schreiber.

Quelle: Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) (ots)

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