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Lufthansa-Streik: Arbeitgeberpräsident Hundt kritisiert Schwarz-Gelb

Archivmeldung vom 31.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Dieter Hundt Bild: BDA
Dr. Dieter Hundt Bild: BDA

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat anlässlich der Flugbegleiter-Streiks bei der Lufthansa der schwarz-gelben Koalition mangelnden tarifpolitischen Reformwillen vorgeworfen. "Der Streik der Flugbegleiterorganisation UFO unterstreicht einmal mehr, dass eindeutige Regeln notwendig sind, damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer eines Unternehmens wissen, woran sie sind", sagte Hundt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).

"Die Tarifeinheit ist ein wesentliches Element, um die Zersplitterung der Tarifautonomie durch immer mehr Spartenorganisationen zu verhindern und das Tarifvertragssystem mit seiner Friedenswirkung funktionsfähig zu erhalten", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Die Arbeitgeber-Organisation BDA und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatten sich vergeblich dafür eingesetzt, die so genannte Tarifeinheit  wieder herzustellen, nachdem oberste Richter sie 2010 gekippt hatten. Unter der Tarifeinheit versteht man den Grundsatz, dass in einem Arbeitsverhältnis oder in einem Betrieb nur ein einziger Tarifvertrag anzuwenden ist. Da dieser Grundsatz heute nicht mehr gilt, haben kleinere Spartengewerkschaften wie die UFO deutlich Einfluss gewonnen. Die Arbeitgeber dringen daher auf ein neues Gesetz: Künftig solle nur noch der Tarifvertrag gelten, der von den Gewerkschaften mit den meisten Mitgliedern vereinbart wurde. Die schwarz-gelbe Koalition hat eine Reform in dieser Wahlperiode jedoch auf Eis gelegt. Die Streiks im Luftverkehr könnten enorme wirtschaftlichen Schäden verursachen, warnte Hundt. "Bereits im Frühjahr hat der Arbeitskampf von Vorfeldmitarbeitern am Frankfurter Flughafen zu erheblichen Behinderungen des Luftverkehrs geführt und beträchtliche Schäden für die Wirtschaft verursacht", sagte der BDA-Präsident.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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