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Liechtenstein streitet über Abschaffung des Bankgeheimnisses

Archivmeldung vom 15.04.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Fürstentum Liechtenstein streitet um die Abschaffung seines Bankgeheimnisses. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 05/2013, EVT 18. April) berichtet, sind sich Fürstenhaus und Regierung uneins über die Einführung des automatischen Informationsaustausches. "Es geht mit allen demokratischen Staaten in Richtung automatischer Informationsaustausch", sagte Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein gegenüber 'Capital'. Der gerade ins Amt gekommene Regierungschef Adrian Hasler hingegen bremste. Die bisherige Regierung habe ein hohes Tempo vorgelegt und den Finanzplatz nur mangelhaft in Entscheidungen einbezogen. "Das hat zu einer großen Missstimmung geführt. Das zu verbessern, ist eine zentrale Aufgabe meiner Regierung", sagte Hasler dem Magazin.

Damit stellt sich der Ministerpräsident auf die Seite der Banken und Treuhänder im Land. Beide Branchen wollen auf jeden Fall verhindern, dass Zinseinkünfte ausländischer Kontoinhaber automatisch an die Steuerbehörden der jeweiligen Herkunftsländer gemeldet werden. Als der damalige Regierungschef Klaus Tschütscher ein solches Modell im vergangenen Jahr erstmals ins Gespräch gebracht hatte, protestierten die Branchenverbände scharf.

Anfang April hatten die sogenannten Offshore-Leaks-Enthüllungen die Diskussion um Reformen in Steueroasen neu befeuert. Luxemburg und Österreich kündigten in den vergangenen Tagen an, ihre Bankgeheimnisse lockern oder ganz abschaffen zu wollen, indem sie den automatischen Informationsaustausch einführen. Dies hat den Druck auf Liechtenstein erhöht, nachzuziehen und Konten-Daten seiner Bankkunden preiszugeben.

Das Fürstenhaus kündigte an, die eingeschlagene "Weißgeld-Strategie" konsequent fortzusetzen, so der Fürst zu 'Capital': "Man kann hier nicht davon leben, dass man Schwarzgeld verwaltet - und das womöglich noch schlecht", sagte Hans-Adam II. Der Finanzplatz werde auch mit der "Weißgeld-Strategie" ohne Weiteres überleben.

Quelle: Capital, G+J Wirtschaftsmedien (ots)

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