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IW: Lernrückstände verursachen 1,5 Milliarden Euro Förder-Kosten

Archivmeldung vom 27.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Zentrale des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Konrad-Adenauer-Ufer, Köln
Zentrale des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Konrad-Adenauer-Ufer, Köln

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Um Lernrückstände bei Schülern durch Schulschließungen in der Coronakrise aufzuholen, sind nach Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kurzfristig zusätzlich rund 1,5 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln nötig. Das geht aus einer neuen IW-Studie über die Bildungsrückstände hervor, über die die "Rheinische Post" in ihrer Samstagausgabe berichtet.

Demnach ist bei rund 1,5 Millionen Schülern vor allem aus bildungsferneren Haushalten durch die Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden. "Zur Förderung dieser Personengruppe wäre bei einem durchschnittlichen Zeitumfang von 100 Stunden pro Person mit Kosten in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro zu rechnen", so die Studie.

Das sei "gut angelegtes Geld, um die Verschärfung der Ungleichheit der Bildungschancen und deutlich größere Folgekosten zu vermeiden", schreiben die Wirtschaftsforscher. Das Institut beruft sich auf eine aktuelle Befragung von Lehrkräften im Rahmen des Deutschen Schulbarometers. Demnach waren im Dezember 38 Prozent aller Lehrer der Meinung, dass durch die Schulschließungen Lernrückstände bei mehr als der Hälfte aller Schüler entstünden. Besonders eklatant sei dies bei Jüngeren und bei Kindern mit Migrationshintergrund. Die gesamtwirtschaftlichen Folgekosten einer verlorenen Corona-Generation nennt das IW "gewaltig". Um diese zu minimieren, sollten Bund und Lä nder bereits "in den kommenden Monaten" massiv in den Ausbau von Förderprogrammen investieren. An allen Schulen und in allen Jahrgängen müssten "Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, um den Umfang des Lernverlustes systematisch zu ermitteln", fordert das IW. "Auf dieser Grundlage könnten dann Nachqualifizierungsprogramme entwickelt werden. Diese könnten aus zusätzlicher Unterstützung durch Lehrmaterialien oder zusätzlichem Förderunterricht am Nachmittag oder an Samstagen bestehen." Auch Mentoring-Programme könnten hier eine Rolle spielen. "Neben diesen Angeboten sollten auch systematische Lernangebote für die Ferien entwickelt werden", so das Institut.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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