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Sozialversicherung im Jahr 2014 mit 3,0 Milliarden Euro Überschuss

Archivmeldung vom 17.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Im Jahr 2014 erzielte die Sozialversicherung einen kassenmäßigen Finanzierungsüberschuss - in Abgrenzung der Finanzstatistiken - von 3,0 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war der Überschuss damit um 1,7 Milliarden Euro niedriger als im Vorjahr.

Die Einnahmen der Sozialversicherung summierten sich im Jahr 2014 auf 556,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 3,3 %. Die Ausgaben stiegen um 3,6 % auf 553,1 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Krankenversicherung (einschließlich Gesundheitsfonds), die gesetzliche Unfallversicherung, die allgemeine Rentenversicherung und die knappschaftliche Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte, die soziale Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich deren Versorgungsfonds).

Im Jahr 2014 erhöhten sich die Einnahmen der allgemeinen Rentenversicherung um 3,4 % auf 269,1 Milliarden Euro. Sie beruhen zu mehr als zwei Dritteln auf Beitragseinnahmen, die im Jahr 2014 um 3,9 % auf 189,1 Milliarden Euro stiegen. Die Ausgaben lagen mit 265,8 Milliarden Euro um 3,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Daraus ergibt sich für die allgemeine Rentenversicherung im Jahr 2014 ein Finanzierungsüberschuss von 3,3 Milliarden Euro nach einem Finanzierungsüberschuss von 2,0 Milliarden Euro im Vorjahr.

Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung einschließlich Gesundheitsfonds beliefen sich im Jahr 2014 auf 205,3 Milliarden Euro. Obwohl der Zuschuss des Bundes an den Gesundheitsfonds zur pauschalen Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtwirtschaftliche Aufgaben weiter abgesenkt wurde, lagen die Einnahmen um 3,5 % über dem Stand des Vorjahres. Die Erhöhung der Ausgaben um 5,6 % auf 207,8 Milliarden Euro war vor allem durch Prämienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen, freiwillige Leistungen sowie stark gestiegene Arzneimittelausgaben bedingt. Damit wies die gesetzliche Krankenversicherung einschließlich Gesundheitsfonds im Jahr 2014 ein Finanzierungsdefizit von 2,4 Milliarden Euro auf. Im Vorjahr hatte die Krankenversicherung (einschließlich Gesundheitsfonds) noch einen Finanzierungsüberschuss von 1,6 Milliarden Euro erzielt.

Im Jahr 2014 lagen die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit einschließlich deren Versorgungsfonds bei 34,4 Milliarden Euro. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ergibt sich ein Anstieg um 3,4 %. Demgegenüber stand eine Verringerung der Ausgaben um insgesamt 1,2 % auf 32,8 Milliarden Euro. Für die Bundesagentur für Arbeit ergab sich daraus im Berichtszeitraum ein Finanzierungsüberschuss von 1,6 Milliarden Euro, während sie im Jahr 2013 lediglich einen Finanzierungsüberschuss von 0,1 Milliarden Euro aufgewiesen hatte.

Die Einnahmen der sozialen Pflegeversicherung summierten sich im Jahr 2014 auf 25,9 Milliarden Euro. Dem Anstieg der Einnahmen um 3,8 % stand ein Zuwachs der Ausgaben um 4,6 % auf 25,5 Milliarden Euro gegenüber. Für das Jahr 2014 ergab sich für die soziale Pflegeversicherung ein geringer Finanzierungsüberschuss von 0,5 Milliarden Euro nach einem Überschuss von 0,6 Milliarden Euro im Vorjahr.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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