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Privatinsolvenzen von Bundesbürgern über 60 Jahre weiterhin auf hohem Niveau

Archivmeldung vom 31.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um die Altersarmut hat die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel Privatinsolvenzen von Bundesbürgern über 60 Jahre detailliert ausgewertet. Insgesamt meldeten im 1. Halbjahr 2012 5.155 Personen, die 60 Jahre und älter sind, Privatinsolvenz an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein minimaler Rückgang um 0,3 Prozent. Allerdings sind die Fallzahlen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 bei den Senioren, die Privatinsolvenz anmelden mussten, um 8,5 Prozent angestiegen.

Die aktuelle Auswertung zeigt, dass sich die Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 60 Jahre und älter auf hohem Niveau stabilisieren. "Für viele Senioren reichten Einkommen oder Rente nicht mehr aus - sie müssen Privatinsolvenz anmelden" kommentiert Bürgel Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin die aktuellen Zahlen.

Die Privatinsolvenzen bei Frauen über 60 Jahre sind im Vergleich zum Halbjahr 2011 um 0,6 Prozent angestiegen. Im Vergleich dazu sinken die Insolvenzahlen bei den männlichen Senioren um 1 Prozent. 58,9 Prozent der Privatinsolvenzen der über 60-Jährigen gehen auf das Konto von Männern.

Bayern verzeichnet mit einem Plus von 16,7 Prozent den stärksten Anstieg. Es folgen Sachsen (plus 9,6 Prozent), Schleswig-Holstein (plus 9,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 8,7 Prozent). Den stärksten bundesweiten Rückgang in der betrachteten Altersgruppe meldet Bremen mit minus 17 Prozent. Auch im Saarland (minus 13 Prozent), Berlin (minus 12,1 Prozent), Baden-Württemberg (minus 11,7 Prozent) und Thüringen (minus 11,2 Prozent) gehen die Insolvenzen zweistellig zurück.

Den stärksten Anstieg gab es bei den männlichen Senioren in Schleswig-Holstein (plus 26,9 Prozent). Bei den Frauen steht Bayern mit einem Anstieg von 34,2 Prozent an der Spitze der Statistik.

Betroffen von der Privatinsolvenz im Alter sind vor allem Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen. Gerade bei den Frauen sind viele der Betroffenen geringfügig oder befristet beschäftigt oder arbeiten in Teilzeit. Neben dem weiter sinkenden Rentenniveau tragen auch Arbeitslosigkeit und die steigende Anzahl von Beschäftigten mit Niedriglöhnen dazu bei, dass immer mehr Menschen im Alter von Armut bedroht sind.

Quelle: BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG (ots)

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