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Asmussen verteidigt vorzeitiges Ausscheiden aus EZB-Direktorium

Archivmeldung vom 13.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Jörg Asmussen im März 2012
Jörg Asmussen im März 2012

Foto: Martin Jost
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das ehemalige Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, hat sein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Gremium verteidigt: "Ich bin nicht gegangen, weil ich den Kurs der EZB für falsch halte", sagte er im Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe).

EZB-Chef Mario Draghi sei bereits seit Sommer in seine Pläne eingeweiht gewesen, wie einige sehr wenige andere Personen auch. "Und er hat Verständnis für meine Entscheidung geäußert", sagte Asmussen. Der 47-Jährige hatte nach zwei Jahren die EZB Ende 2013 lange vor dem Ende seiner achtjährigen Amtszeit verlassen und den Schritt mit dem Wunsch nach mehr Zeit für die Familie begründet. Seit Januar ist er Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium. Er sei mit seiner Entscheidung im Reinen, sagte er dem "Handelsblatt".

"Wichtig ist mir erstens, dass ich nach wie vor das Vertrauen der Regierung habe, was der Fall ist, wie meine neue Aufgabe als Staatssekretär im Arbeitsministerium zeigt", sagte er. Und zweitens, dass ihm niemand vorwerfen könne, dass er sich vor schweren Aufgaben drücke. "Nach 15 Jahren im Finanzministerium und zwei Jahren bei der EZB kann das niemand behaupten."

Asmussen hatte die EZB unter anderem im vergangenen Jahr vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten und das Staatsanleihekaufprogramm OMT verteidigt. Inzwischen hat das höchste deutsche Gericht den Fall an den Europäischen Gerichtshof weitergereicht. Asmussen hält das OMT-Programm weiterhin für richtig: Es habe innerhalb des Mandats der EZB einen entscheidenden Beitrag zur Krisenbewältigung geleistet, das sehe nicht nur er nach wie vor so.

"Es war ökonomisch nötig, rechtlich möglich und erfolgreich", sagte er. Das OMT-Programm beseitige jedoch nicht die strukturellen Ursachen der Krise. "Grundsätzlich darf die EZB aber nicht die einzig handlungsfähige Institution sein", so Asmussen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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