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Energieökonomin: Gas keine "Brückentechnologie" mehr

Archivmeldung vom 06.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hellsehen, Prognose, Raten, Vermuten (Symbolbild)
Hellsehen, Prognose, Raten, Vermuten (Symbolbild)

Bild: Karina / pixelio.de

Die Energieökonomin Claudia Kemfert fordert, dass Deutschland sich möglichst schnell vom Erdgas verabschiedet. Der Krieg in der Ukraine zeige sehr deutlich, dass Gas keine "Brückentechnologie" mehr sei, sagte sie der "Zeit".

Die Brücke sei "zusammengebrochen". Entsprechend seien jetzt zu bauende Flüssiggasterminals an Land sinnlos. "Flüssiggasterminals funktionieren vielleicht in vier Jahren. Niemand braucht sie." Kemfert sieht die Folgen eines möglichen Boykotts oder Abdrehen russischer Gaslieferungen als nicht so gravierend an wie andere Ökonomen. Vor allem durch andere Lieferungen ließe sich die Lücke auf 15 Prozent reduzieren, glaubt sie.

"Das ist mit Sparen hinzukriegen". Die Heizung runterdrehen, autofreie Tage und ein Tempolimit einführen - alles hilft ihr zufolge. Zudem fordert sie von der Regierung ein Programm zum raschen Einbau von Wärmepumpen in den Wohnungen sowie eine Ausbildungsinitiative für Fachkräfte in diesem Bereich.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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