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Flächendeckender Fachkräftemangel in Metall- und Elektroberufen

Archivmeldung vom 08.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Qualifizierte Mitarbeiter in der Metall- und Elektroberufen sind mittlerweile nahezu flächendeckend knapp in Deutschland. Zwischen Sommer 2017 und Sommer 2018 waren gut 300.000 Jobs ausgeschrieben – doch für 200.000 davon gab es keinen passenden Arbeitslosen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Besonders schwierig sei die Lage dabei in Süddeutschland. Der Löwenanteil von 94 Prozent der Stellenangebote habe sich dabei an beruflich Ausgebildete, also Gesellen gerichtet. Der Mangel an Akademikern, aber auch an Meistern und Fachwirten sei weit geringer. Ausbaufähig seien vor allem die Potenziale von Frauen, Älteren und internationalen Fachkräften, berichtet die Zeitung weiter. In den meisten Bereichen der Metall- und Elektrobranche liege der Anteil der Frauen im Vergleich zu anderen Branchen extrem niedrig bei vier bis acht Prozent – quer über alle Berufe seien es dagegen knapp 50 Prozent.

Generell hätten die Metall- und Elektrobetriebe im Kampf gegen den Fachkräftemangel ihre Ausbildungsanstrengungen erhöht: Gegenüber 2014 seien sieben Prozent mehr Plätze angeboten worden, berichtet das "Handelsblatt". Wie in der Gesamtwirtschaft seien auch in der Metall- und Elektrobranche zuletzt mehr Lehrstellen unbesetzt geblieben als früher – je nach Fachbereich zwischen vier und siebeneinhalb Prozent. Damit gehe es der Techniker-Zunft allerdings noch vergleichsweise gut: Quer über alle Berufe blieben 2017 sogar 8,6 Prozent aller Ausbildungsplätze ungenutzt, berichtet die Zeitung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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