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Zeitung: Milliardenverluste in der Wohngebäudeversicherung

Archivmeldung vom 09.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Anbieter von Wohngebäudeversicherungen werden in diesem Jahr tiefrote Zahlen schreiben. Experten wie Hannover-Rück-Vorstand Michael Pickel rechnen mit einem versicherungstechnischen Verlust von bis zu zwei Milliarden Euro in diesem Jahr. Das ist ungewöhnlich viel im Vergleich zu den Einnahmen und deutlich mehr als bisher erwartet. Ursache für die ungewöhnlich hohen Verluste sind zahlreiche Unwetter, zuletzt der Orkan "Xaver". "Der Verlust im reinen Versicherungsgeschäft ist durch Sturm `Christian` noch höher ausgefallen als wir prognostiziert hatten", sagte Pickel gegenüber "Handelsblatt-Online".

Bisher sei der Spezialist für Großschäden davon ausgegangen, dass das Verhältnis von Schäden und Kosten zu den Einnahmen in der gesamten Branche bei 133 Prozent liegt. Wegen "Xaver" werde die in der Branche viel beachtete Quote nun wohl eher bei 140 Prozent liegen. Das bedeutet: Bei Prämieneinnahmen von rund fünf Milliarden Euro stiege der Verlust auf rund zwei Milliarden Euro.

Ähnlich negativ, aber etwas vorsichtiger urteilt die Ratingagentur Fitch: "Fitch erwartet, dass die kombinierte Schadens- und Kostenquote von 102,1 Prozent auf bis zu 125 Prozent steigt", erklärte Fitch-Experte Christoph Schmitt auf Nachfrage von "Handelsblatt-Online". Diese Schätzung bedeutet Verluste von etwa 1,25 Milliarden Euro.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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