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Skype-Mitgründer und Investor Morten Lund: "Noch einmal darf ich nicht scheitern"

Archivmeldung vom 27.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Nach seinem soeben überstandenen Insolvenzverfahren greift der ehemalige Skype-Mitbegründer Morten Lund mit seinem neuen Unternehmen "Tradeshift" erneut an. Das Startup digitalisiert Rechnungen, so dass sie nicht mehr geschrieben, ausgedruckt, verschickt und wieder elektronisch erfasst werden müssen.

"Eigentlich ist es doch unfassbar, dass wir im Jahr 2010 noch immer Rechnungen per Post verschicken", erklärte Lund in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe 6/2010, EVT 27. Mai). Die dänische Regierung hat inzwischen einen Vertrag mit Tradeshift geschlossen; sämtliche Behörden nutzen künftig nach Angaben Lunds die Software.

In Deutschland startet "Tradeshift" im Juni. Lund begreift die Software, die kostenlos ist, als Frontal-Angriff auf das Programm Edifact, das Unternehmen nutzen, um sich standardisierte Rechnungen zuzuschicken. "Wir killen Edifact", sagte er im Interview, "weil unser Programm umsonst ist und wie ein Netzwerk funktioniert." Geld verdienen will Lund bei Tradeshift "mit kostenpflichtigen Applikationen". In den 90er-Jahren hatte der Däne die großen Telefonkonzerne mit seinem kostenlosen Internet-Telefonie-Dienst Skype angegriffen.

Anders als in der Vergangenheit, als Lund zum Teil gleichzeitig in 80 Unternehmen investierte, konzentriert er sich jetzt nur noch auf zwei Projekte: Tradeshift und Everbread, einer Suchmaschine, die Flugbuchungen vereinfachen soll. "Noch einmal darf ich nicht scheitern", erklärte Morten Lund, der beim Verkauf von Skype im Jahr 2005 zum Multimillionär wurde, sein Vermögen aber vor allem durch millionenschwere Investitionen in die gescheiterte Gratiszeitung "Nyhedsavisen" verlor. "Ich habe die Kosten unterschätzt, die man in der echten Welt hat, für den Druck, den Vertrieb", so Lund gegenüber 'impulse'.

Nun will er vieles besser machen, denn er "habe gesehen, wie gefährlich Geld sein kann. Es verstört das Denken". Das nächste Mal, wenn er richtig reich ist, will er damit smarter um¬gehen und nicht wie die Neureichen, hat sich der dänische Investor vorgenommen. Er träume davon, mit seinem Unternehmen die Welt zu verändern. "Wenn man erlebt, wie 500 Millionen Leute deine Software runterladen und benutzen, wie ich bei Skype, ist das einfach toll. Es ist eine Droge, die süchtig macht", zeigt sich Lund im 'impulse'-Interview einsichtig. "Entrepreneurship ist eine Passion, meine Religion."

Quelle: impulse, G+J Wirtschaftsmedien

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