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Reiche Kunden kehren ihren Banken den Rücken

Archivmeldung vom 22.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Vermögende Kunden wenden sich von ihren Banken ab. Bild: aboutpixel.de, André Zivic
Vermögende Kunden wenden sich von ihren Banken ab. Bild: aboutpixel.de, André Zivic

Das Wealth Management scheint bei einer Reihe von Banken nicht rund zu laufen. Zumindest überlegen einige vermögende Kunden, ihr bisheriges Institut zu verlassen. Wie die Research-Plattform MyPrivateBanking.com aufzeigt, erwägt beinahe jeder zweite Reiche zur Konkurrenz abzuwandern. Besonders schlecht schneiden große Banken bei jungen Kunden mit bis zu 35 Jahren bzw. mit einem investierbaren Vermögen von über 500.000 Euro ab.

Dabei scheinen die Klienten der Häuser weniger unzufrieden zu sein als angesichts der Finanzkrise anzunehmen.

Insgesamt erhalten die deutschen Banken von ihrer vermögenden Privatkundschaft auch in Anbetracht der Krise relativ gute Noten. Im Falle besserer Konditionen bei den Wettbewerbern wird dennoch ein Wechsel in Erwägung gezogen. "Die Kundenzufriedenheit ist bei kleineren und mittleren Privatbanken deutlich höher als etwa bei der Postbank, den Sparkassen oder den Volks- und Raiffeisenbanken, die nach wie vor hohe Marktanteile bei vermögenden Privatkunden haben. Ihre Stellung ist damit gefährdet", meint MyPrivateBanking.com-Research-Direktor Steffen Binder im Gespräch mit pressetext.

Faktoren Preis und Beratung von zentraler Bedeutung

Konditionen und Preise spielen dabei eine zentrale Rolle. "Niedrige Kosten bei der Konto- und Depotführung werden von den Kunden unter 24 Eigenschaften als drittwichtigster Faktor eingestuft", erläutert der Fachmann. Nur Stabilität und die Rendite von Investitionen werden als noch wichtiger bewertet. Seit der Finanzkrise achten die Bankkunden stärker auf Kosten als zuvor, so Binder gegenüber pressetext.

Das größte Manko der Banken ist einmal mehr ein "Interessenkonflikt bei der Beratung" aufgrund oft hoher Provisionen. Besonders vermögende und jüngere Kunden seien zudem weniger loyal gegenüber den Finanzhäusern und mit einem Anteil von 57 Prozent schneller zu einem Wechsel bereit. "Die großen Profiteure sind kleine Privatbanken. Selbst wenn sie von größeren Instituten übernommen wurden, ihre Marken haben sie behalten", sagt Binder. Die Gewinner mit den zufriedensten Kunden seien die Spezialisten, die sich im Markt klar positioniert haben.

Quelle: pressetext.schweiz Manuel Haglmüller

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