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Immer weniger Langzeitarbeitslose finden regulären Job

Archivmeldung vom 19.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Trotz Rekordbeschäftigung finden immer weniger Langzeitarbeitslose einen regulären Job. Im vergangenen Jahr fielen 145.420 Menschen durch eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt aus der Langzeitarbeitslosigkeits-Statistik.

Das waren 15.000 weniger als ein Jahr zuvor, 30.000 weniger als 2016 und 40.000 weniger als 2015. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt.

Zwar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen insgesamt von knapp 1.040.000 im Jahr 2015 auf 813.400 im Jahr 2018 gesunken. Zugleich ist aber auch der Anteil derjenigen kleiner geworden, die wegen eines regulären Jobs aus der Statistik gestrichen wurden: 2015 waren es 13,2 Prozent, 2016 und 2017 jeweils gut 12 Prozent und im vergangenen Jahr nur noch 11,7 Prozent, wie aus der Antwort der Bundesagentur hervorgeht.

Der überwiegende Teil derjenigen, die mehr als ein Jahr erwerbslos waren, wurde wegen Arbeitsunfähigkeit (450.000) oder der Teilnahme an Weiterbildungen oder anderen Maßnahmen (270.000) nicht länger als arbeitslos geführt. Bei gut 50.000 Betroffenen griffen Sonderregelungen, knapp 40.000 schieden ganz aus dem Erwerbsleben aus.

Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, forderte die Bundesregierung auf, "endlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen und deutlich mehr für die vielen langzeiterwerbslosen Menschen zu tun". Notwendig sei "eine "Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik" mit "ausreichend Geld zur Unterstützung", sagte sie der "NOZ". Zimmermann nahm auch die Arbeitgeber in die Pflicht: Anstatt sich über einen "vermeintlichen" Fachkräftemangel zu beklagen, sollten diese "stärker als bislang die Einstellung von langzeiterwerbslosen Menschen in Erwägung ziehen".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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