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Thyssen-Krupp droht Tarifkonflikt

Archivmeldung vom 14.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Thyssen-Krupp
Thyssen-Krupp

Die von Thyssen-Krupp geplante Verlagerung von Verwaltungsarbeitsplätzen an billigere Standorte auch im Ausland führt zu einem heftigen Konflikt mit der Gewerkschaft und Betriebsräten. Konzern-Betriebsratschef Wilhelm Segerath sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe), "Die Verhandlungen sind gescheitert. Wir haben die Gespräche darüber abgebrochen".

Der Konzern wolle in Dienstleistungsbereichen wie der Informationsverarbeitung, dem Rechnungs- oder dem Personalwesen weltweit 1500 Arbeitsplätze streichen, 840 Arbeitsplätze sollten nach Polen verlagert werden. Zudem wolle Thyssen-Krupp knapp 400 von 840 Arbeitsplätzen vom Standort Essen nach Berlin verlegen und dort nach dem niedrigeren Ost-Tarif fürs Kraftfahrzeuggewerbe bezahlen. "Das kann Lohneinbußen von bis zu 45 Prozent bedeuten", sagte Segerath. Zudem sollten die verbleibenden Mitarbeiter in Essen Lohneinbußen von 20 Prozent hinnehmen. "Wir werden als Betriebsräte darüber nicht mit dem Konzern verhandeln, zumal hier Tarifnormen verändert werden", so Segerath. "Das ist Sache der IG Metall". Segerath: "Wir lassen uns doch nicht auf eine Schale Reis reduzieren." Die IG Metall ruft zu einer Protestkundgebung am 25. Februar vor dem Essener Hauptquartier auf.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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