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Bundesagentur: Bis 2016 fehlen 40000 Pflegekräfte

Archivmeldung vom 14.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerda Mahmens / pixelio.de
Bild: Gerda Mahmens / pixelio.de

Der Fachkräftemangel in der Pflegebranche wird nach einer aktuellen Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit (BA) bereits in den kommenden Jahren akut: Bis Ende 2016 fehlen der Bundesagentur zufolge knapp 19 000 examinierte Altenpflegefachkräfte und noch einmal ebenso viele einfache Pflegehelfer in Deutschland, heißt es in einem noch unveröffentlichten BA-Bericht zur Situation in der Altenpflege, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt. Insgesamt geht die Nürnberger Arbeitsverwaltung demnach von fast 40 000 fehlenden Pflegekräften im Jahr 2016 aus.

"Nach einer Umfrage der BA bei den Ländern wird nach derzeitigen Schätzungen bis zum Jahr 2016 von einem Mangel von 18 800 Altenpflegekräften ausgegangen", heißt es in dem BA-Bericht. Vor allem bei den examinierten Pflegefachkräften zeichnen sich demnach bereits heute Engpässe ab. So sei die Arbeitslosigkeit unter examinierten Pflegekräften in den fünf Jahren von August 2008 bis August 2013 um 52 Prozent zurückgegangen, heißt es in dem Papier. Die Nachfrage nach Pflegefachkräften sei im gleichen Zeitraum um 126 Prozent gestiegen. "Im Schnitt der letzten zwölf Monate kamen auf 100 gemeldete Stellen lediglich 39 arbeitslose Altenpflegefachkräfte", so die Arbeitsagentur. Bei den Pflegehelfern registriert die BA dagegen aktuell noch keinen Mangel: Auf 100 offene Stellen kämen hier bundesweit 802 arbeitslose Helfer. Allerdings sei auch hier die Nachfrage seit August 2008 explosionsartig gestiegen - um insgesamt 155 Prozent.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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